undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Jer 17,5-10
Nach der Begründung und Ankündigung von Gottes Gericht spricht Gott selbst vom falschen und rechten Vertrauen: Verflucht sei der Mensch, der auf einen Menschen sein Vertrauen setzt. Gemeint ist damit, dass sich viele in Selbstüberschätzung nur auf ihr eigenes Können und die von Menschen erhaltene Macht verlassen und diese zum Besten des Eigenen nutzen. Viele verlassen sich dann auf diese in Wahrheit schwachen Menschen, weil sie Gott aus ihrem Leben ausgeklammert haben und ihr Heil ausschließlich bei anderen, Mächtigen, suchen. Doch finden werden sie es dort nie, denn derjenige, der auf menschliches Vermögen sein Vertrauen setzt, verkümmert in seiner Existenz in Abkehr von der Lebensquelle. Im Gegensatz dazu steht der Mann, der sein Vertrauen auf Gott setzt: Es wird ihm immer gut gehen, weil er einem Baum gleicht, der am Wasser steht und am Bach seine Wurzeln ausstreckt. Er wird Krisenzeiten überstehen und Früchte der Gerechtigkeit hervorbringen. Wem schenken wir unser Vertrauen? Bekommen es jene, die am lautesten schreien, damit verführen, aber doch nur zum eigenen Wohl beitragen? Oder sind es diejenigen, deren Egoismus bei manchen Bewunderung hervorruft? Oder ist es der stille Gott, der nicht schreit, aber trotzdem möchte, dass wir auch die anderen um uns wahrnehmen? Vertraue ich auf ihn, dann wird mir eine wunderbare Zukunft gewiss sein.
Evangelium — Lk 16,19-31
Das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus enthält einiges, worüber wir nachdenken sollten. Der Reiche genoss sein Leben in vollen Zügen, ohne auf die Benachteiligten im Leben zu achten und musste deshalb nach seinem Tod in die Unterwelt. Der Arme, der in Leiden und Entbehrungen lebte, doch an Gott festhielt, wurde dafür belohnt und ins Himmelreich aufgenommen. Der Reiche war sich, wenn auch zu spät, seiner Schuld bewusst und bat Abraham, jemanden von den Toten zu seinen noch lebenden Brüdern zu schicken, um sie vor den Folgen ihres ausschweifenden und rücksichtslosen Lebensstils zu warnen. Doch Abraham wusste, dass selbst ein von den Toten auf die Welt zurückkehrender, die Menschen nicht zur Umkehr bringen würde. Ist uns bewusst, dass es schon einen gegeben hat, der vom Totenreich zurückgekommen ist, um uns die Wahrheit zu lehren? Wie viele Menschen wurden überzeugt und haben einen neuen Weg, den der Nachfolge Jesu, beschritten? Allzu viele können es nicht gewesen sein in Betracht dessen, welche Werte auf dieser Welt zählen und wie groß noch immer die Kluft zwischen arm und reich ist. Die Menschheit muss endlich auf den Weg zurückfinden, welchen Gott uns allen zugedacht hat. Als Christen müssen wir ständig darauf achten, diesen Weg nicht zu verlassen, aufmerksamen Sinnes zu sein, nicht auf das Bankett dieses Weges zu geraten, denn dort herrscht akute Schleudergefahr.