undefined. undefined NaN · Zweiter Fastensonntag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Gen 12,1-4aEvangelium · Mt 17,1-9

Erste Lesung — Gen 12,1-4a

Israels Geschichte beginnt mit Abram, der von Gott aus seinem Land Chaldäa – im heutigen Irak – aus dem Kreis der Semiten herausgerissen wurde, mit dem Versprechen, ein eigenes Land zu bekommen und zu einem großen Volk zu werden. Interessanterweise hinterfragt Abram Gottes Wunsch nicht, er bricht einfach mit seiner Frau, seinem Neffen Lot und seinem ganzen Haushalt auf und wandert nach Kanaan aus. Hierin gründet die Bestimmung Israels: Es soll ein großes Volk sein, das gesegnet in eigenem Land lebt und von seinem Gott, wenn es ihm gehorsam ist, einen großen Namen unter den Völkern bekommt. Gott beginnt also die Geschichte mit seinem Volk mit einem Segenswort an Abram: „Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.“ (Gen 12,2). D.h., wer offen ist für Gottes Segen, der wird auch zum Segen für andere Menschen und zugleich zum lebendigen Zeichen für Gottes Gegenwart. Um selbst zu einem Zeichen Gottes auf Erden zu werden, müssen wir uns daher täglich fragen, welchen Weg uns Gott führen möchte und welche Entscheidungen wir aus dem Glauben heraus treffen sollen. Wir müssen uns fragen: Was würde Gott heute von mir erwarten? Werde ich lediglich zum Segen für mich selbst, oder zum Segen für andere? Entscheiden wir uns für Gottes Weg, dann werden wir zu Mitgestaltern seiner Schöpfung und Gottes Segen wird sich gleichermaßen über alle ausgießen.

Evangelium — Mt 17,1-9

Jesus steigt mit drei Jüngern auf den Berg Tabor. Dort ereignet sich etwas Einzigartiges: Jesus wird vor ihren Augen verwandelt, sein Gesicht leuchtet wie die Sonne, und seine Kleider werden blendend weiß wie das Licht. Zwei Männer erscheinen, Mose und Elija, und reden mit Jesus, bis eine Stimme aus dem Himmel erschallt: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören“ (Mt 17,5). Drei Botschaften finden sich in diesem Geschehen: Jesus und das Alte Testament gehören zusammen; er ist tatsächlich der geliebte Sohn des Vaters; und in der Verklärung Jesu erleben wir jenes wunderbare Geschehen, das eines Tages an uns allen vollzogen wird: Sein irdischer Körper wird von seinem wahren Wesen überstrahlt. Nun, die Wahrheit lässt seine sterbliche Hülle verblassen und verwandelt das Vergängliche in eine wunderbare unvergängliche Daseinsform, rein wie das Licht und in der Eigenschaft seines sichtbaren göttlichen Wesens kann Jesus mit den beiden längst Verstorbenen, Moses und Elija, kommunizieren. Ein dramatisches Geschehen von welchem Petrus so verwirrt wird, dass er nicht weiß, was er sagen soll. Allerdings möchte uns Jesus durch sein wahres Wesen nicht einschüchtern. Wir dürfen uns immer vertrauensvoll an ihn wenden und seine Hilfe erwarten. Notwendig dafür ist allerdings dein Glaube. Wie groß ist dein Glaube? Wahrer Glaube kann nie groß genug sein, Wachstum im Glauben ist eine Lebensaufgabe, welche du nie als beendet einstufen darfst. Was unternimmst du, um das Wachstum im Glauben zu fördern?