undefined. undefined NaN · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Jona 3,1-10Evangelium · Lk 11,29-32

Erste Lesung — Jona 3,1-10

Jona erhält von Gott noch einmal den Auftrag, nach Ninive zu gehen und Gottes Worte zu verkünden. Diesmal gehorcht Jona. Aber Lieblos erfüllt Jona seinen Auftrag, ohne persönliches Engagement, ohne weitere Erklärungen und Begründungen rief er immer wieder: „Noch vierzig Tage und Ninive ist zerstört!“ Es überrascht, dass die Menschen in Ninive die Warnung Jonas ernst nehmen und mit Fasten und rituellen Bußgesten ihren Umkehrwillen bezeugen. Selbst der König reagiert und bezieht alle Haustiere in die Aktion mit ein. Und so lässt sich Gott umstimmen, das Strafgericht erfolgt nicht. Unsere Hoffnung liegt nun darin, dass Gott, der sich bereits seit Anbeginn uns Menschen zugewendet hat, in unserer Zuwendung zu ihm, unsere Liebe beantwortet. In der Umkehr finden wir Hoffnung auf Verschonung und Neuanfang. Somit ist noch nicht alles zu spät. Jeder von uns hat noch seine „Vierzig Tage“. Lass sie nicht verstreichen, geh in dich, bereue und versuche nicht mehr vom Weg des Herrn abzuweichen. So wirst du sicher an dein ersehntes Ziel gelangen, das Himmlische Jerusalem, das ewige Leben in Frieden und Freiheit.

Evangelium — Lk 11,29-32

Jesu Gegner fordern ihn abermals heraus, sie wollen von ihm Zeichen oder Wunder sehen, dass er tatsächlich vom Vater gesandt ist, so wie er es von sich behauptet. Aber diesen Gefallen tut ihnen Jesus nicht. Nur ein Zeichen wird er ihnen geben, entsprechend dem Zeichen des Propheten Jona: Seine Auferstehung von den Toten, als Beweis, dass er tatsächlich der Sohn des Vaters ist. Das Verlangen nach einem Wunder vom Himmel stellt eine Versuchung Gottes dar. Deshalb nennt Jesus die Menschen damals „eine böse Generation“. Hat sich da seit der Zeit Jesu etwas geändert? Hat es zwischenzeitlich schon einmal eine gute Generation gegeben? Woran liegt es, dass der Mensch mehr den Krieg als das Leben und den Frieden sucht? Schuld daran ist der Widersacher, der selbst im Kampf gegen Gott steht und uns, die Menschheit, in diesem Kampf auf seiner Seite wissen möchte. Um möglichst viele Menschen für sein Anliegen zu gewinnen, sind ihm alle Mittel recht. Er verspricht viel und hält nichts. Das Einzige, was er bewirken kann ist Tod und Zerstörung. Leider unterliegen wir immer wieder seinen Einflüsterungen: Macht um jeden Preis, Geld um jeden Preis. Aber, wenn wir diese Welt verlassen, was machen wir mit der gewonnenen Macht und dem vielen Geld? Was dann wirklich zählt beim Übergang vom Diesseits zum Jenseits, ist: Hast du die Liebe gelebt?