undefined. undefined NaN · Heiliger Matthias, Apostel
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Apg 1,15-17.20ac-26
Durch den Verrat des Judas war eine Lücke im Zwölferkreis der Apostel entstanden und diese Lücke musste wieder aufgefüllt werden. So erhob sich Petrus aus der Schar seiner Jünger – schon in den Erdentagen Jesu war er der Wortführer der Zwölf – und ergriff das Wort zur Wahl einer Person, die die Aufgabe des Judas übernehmen sollte. In Kenntnis der Heiligen Schrift berief er sich dabei auf die Psalmen, insbesondere die Psalmen 69,26 und 109,8 als prophetische Schriften. Aus der inzwischen großgewordenen Jüngerschar wurde Matthias durch Gebet und Los, also durch Gottes Wirken aus zwei möglichen Männern auserwählt. Matthias zeichnete sich dadurch aus, dass er den irdischen Jesus sowie seine Worte und Taten gekannt hat. Über das Leben von Matthias wissen wir nicht sehr viel. Nach der Legende soll er in Äthiopien gewirkt und das Martyrium erlitten haben. Seine Reliquien wurden im Auftrag der Kaiserin Helena nach Trier gebracht und ruhen dort in der Abteikirche St. Matthias. Nachdem Jesus die irdische Welt verlassen hat, liegt es an uns, seine Botschaft weiterzuleiten. Wir können Menschen dazu berufen und wir können es auch selbst als Berufung sehen, für seine Botschaft mit unserem Leben Zeugnis abzulegen. Wir müssen sein Werk weiterführen, es darf nichts in Vergessenheit geraten. Doch leider geraten der Herr und sein Werk immer mehr in Vergessenheit. Es liegt an uns, dies zu verhindern.
Evangelium — Joh 15,9-17
Jesus fordert uns auf, in seiner Liebe zu bleiben, in der Liebe Gottes zu uns Menschen. In dieser Liebe erkennen wir neben der Liebe Gottes zu uns, auch die Liebe des Menschen Jesus zu uns, also die Liebe von Mensch zu Mensch, die Nächstenliebe. So wie Jesus liebt, sollen auch wir lieben, Gott und den Nächsten. In Mk 12,29-31 hat Jesus diese beiden Gebote der Gottes- und Nächstenliebe zu einem einzigen Auftrag zusammengeschlossen. Doch wie muss Liebe gelebt werden, um dem Anspruch, den Jesus stellt, gerecht zu werden? Liebe muss stets eine Antwort auf das sein, was in einer konkreten Situation von Nöten ist: Die Hungrigen müssen gespeist, die Nackten gekleidet, die Kranken auf Heilung hin behandelt, die Gefangenen besucht werden, usw. Liebe verlangt nach Zuwendung des Herzens, sie verlangt Menschlichkeit, auch demjenigen gegenüber, den ich vielleicht nicht kenne oder zunächst nicht mag. Wir müssen lernen, unsere Mitmenschen von Gott her zu sehen und zu lieben, und das wird erst durch Demut möglich, jene Art von Demut, die Jesus am Kreuz für uns angenommen hat. So wird Liebe zum Licht, das die dunkle Welt erhellt und uns den Mut zum Leben und zum Handeln gibt.