undefined. undefined NaN · Montag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Lev 19,1-2.11-18
In Lev 19 sind sittliche und religiöse Vorschriften zusammengestellt, die das Zusammenleben untereinander und mit Gott regeln. Inhaltlich könnte man darin eine Entfaltung der zehn Gebote von Ex 20 und Dtn 5 sehen. Einleitend dazu fordert Gott Israel auf „heilig zu sein“, denn er ist heilig und so soll es auch sein Volk sein. Diese Heiligkeit schließt alles Unheilige – die Fehlbarkeit, Schuldhaftigkeit, Böswilligkeit, aber auch die Schwäche, Unbeständigkeit und Laxheit aus. Als Gottes Ebenbild soll Israel, aber auch wir, die Heiligkeit Gottes widerspiegeln und ein heiligmäßiges Leben mit dem „heiligen Gott“ führen. Natürlich werden wir niemals an Gottes Heiligkeit heranreichen, doch können wir uns durch menschliche Heiligkeit auszeichnen, die sich u.a. in der Einhaltung der Gebote zeigt. Diese werden in der heutigen Lesung in drei Gruppen dargestellt: die Verse 11-12 formulieren die Verbote des Stehlens, Lügens und falschen Schwörens; die Verse 13-14 schützen die Rechte des Schwächeren und die Verse 15-18 regeln die Rechtspraxis sowie das sittliche Verhalten gegenüber dem Nächsten. Der Schlusssatz: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, fasst alle Gebote zusammen, indem er als Maß der Nächstenliebe die Liebe, die jeder von Natur für sich selbst hat, heranzieht. Denn ohne Liebe ist und bleibt das Leben unfruchtbar. Wir wurden geschaffen, um zu lieben und geliebt zu werden.
Evangelium — Mt 25,31-46
Heute hören wir das Gleichnis vom Weltgericht. Müssen wir dieses fürchten oder dürfen wir es mit Zuversicht erwarten? Wie wird dieser Moment sein, was wird uns geschehen? Müssen wir Rechenschaft über unser Leben ablegen? Jesus gibt uns die Antwort: Entscheidend wird sein, ob wir die Not auf dieser Welt und in unserer direkten Umgebung wahrgenommen und dagegen etwas unternommen haben. Wir sollten uns daher täglich die Frage stellen: Habe ich heute etwas verabsäumt? Habe ich heute bewusst in einer Situation weggeschaut und das Notwendigste unterlassen? Wo hätte ich tatsächlich helfen können und habe es nicht getan? Jesus sagt dann noch dazu: Was ihr einem dieser Armen, Nackten, Heimatlosen getan habt, das habt ihr mir getan! In all diesen Hilfsbedürftigen wartet Gott, dass wir helfen. So können wir tatsächlich Jesus begegnen, wenn wir für all die Armen, Kranken und Hungernden etwas tun. Verschließen wir nicht unsere Herzen, so wird auch Gott dereinst nicht die Himmelstür vor uns verschließen. Leben wir auf diese Art und Weise, brauchen wir das Jüngste Gericht nicht zu fürchten. Wie es mit dir weitergehen wird, entscheidest du daher jetzt selbst, jeden Tag und jede Stunde deines Lebens. Der Schlüssel zum Himmelreich liegt bereits in deiner Hand, wirf ihn nicht achtlos weg, geh behutsam mit ihm um und verwende ihn schon jetzt auf dieser Welt.