undefined. undefined NaN · Erster Fastensonntag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Gen 2,7-9;3,1-7
Die heutige Lesung aus dem Buch Genesis erzählt die Erschaffung des Menschen und berichtet über den „Sündenfall“, den Abfall der ersten Menschen von Gott. Aus Staub – Erde – wurde der Mensch geschaffen. Staub, ein ungeeignetes Material, das an die Vergänglichkeit erinnert, D.h., der Mensch hat sein Leben nicht aus sich, nicht aus den Kräften der Natur, sondern aus dem geliehenem und wieder zurückgeforderten Lebenshauch des Schöpfers. Unser Leben ist verdanktes Leben. Die gesamte Schöpfung verdankt ihr Dasein Gott. Jedes Insekt, jede Pflanze, jedes Tier und sogar die tote Materie wäre ohne Gottes Willen nicht vorhanden, denn aus dem Nichts kann nichts entstehen, außer es steckt ein Wille dahinter, ein schöpfender Gedanke, Gottes Gedanke. Und so, wie sich die ersten Menschen gegen Gott erhoben haben, erheben auch wir uns unentwegt gegen unseren Schöpfer in Missachtung desselben, unserer Nächsten und der Schöpfung. Man könnte dies die Ursünde nennen, oder auch Erbsünde. Da wir Menschen – so hat es den Anschein – mit unserem freien Willen nicht im Sinne Gottes zurechtkommen, uns immer wieder zum Bösen wenden, ab vom Licht, ab von Gott, hat Gott in seiner grenzenlosen Liebe uns seinen Sohn geschickt, der uns von unserer Sündenlast befreit und uns so das verlorengegangene Paradies wieder öffnet. Doch selbst den Sohn Gottes verstoßen wir! Wohin führt uns das? Wir müssen wieder lernen, den Urgrund unseres Seins zu akzeptieren sowie unsere Abhängigkeit von ihm in Bezug auf unsere weitere Zukunft.
Evangelium — Mt 4,1-11
Jesus wird vom Geist Gottes in die Wüste geführt und sollte dort vierzig Tage lang vom Teufel versucht werden. Es war eine Herausforderung für Jesus aber gleichzeitig damit erbrachte er den Beweis, dass er als Gottes Sohn, den Willen, die Kraft und Macht besitzt, diesem Satan die Stirn zu bieten. So konnte er in Folge, zum Leidwesen Satans, viele Menschen von ihren Dämonen befreien und führte zum Heil, was vorher Unheil war. Nur einmal gelang es Satan, Jesus scheinbar zu besiegen, am Kreuz. Doch selbst dieses Geschehen führte zum Heil und zur endgültigen Niederlage des Bösen, der endgültige Tod wurde für immer besiegt. Unsere Rettung liegt darin, unseren Versuchungen, unseren dunklen Dämonen in uns, zu widerstehen. Natürlich wird das nicht immer gelingen, aber wir müssen uns darum bemühen und immer wieder darum kämpfen. Wenn wir uns dabei an Gottes Wort halten, können wir uns als stärker erweisen als alle aufbegehrenden Versuchungen in uns. Dieses rettende Wort ist für uns Jesus Christus, auf ihn müssen wir hören und nach ihm haben wir uns zu richten. Täglich sollten wir dieses Wort aufnehmen, so wie unser tägliches Brot, um mit dem Herrn in Verbindung zu bleiben. Weltliches Brot mag uns kurzfristig von Hunger befreien, mit wahrem Glauben im Herzen werden wir hingegen nie satt werden, Jesu Wort zu hören oder uns in der eucharistischen Speise mit ihm zu verbinden.