undefined. undefined NaN · Mittwoch
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Joel 2,12-18
Über den Verfasser des Buches Joel – der Name bedeutet „JHWH ist Gott“ – ist nichts bekannt. Entstanden ist die Schrift wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 4. Jh.v.Chr. Hauptthema ist das Herannahen des Tages des Herrn, verbunden mit der Aufforderung zur Umkehr. Vermutet wird das Herannahen dieses Tages durch ein Vorzeichen, der stattgefundenen Verwüstung von Juda durch Heuschreckenschwärme. Nichts war übriggeblieben, selbst für die täglichen Opfer im Tempel war nichts mehr da. Das Strafgericht Gottes scheint unausweichlich. Aus diesem Grund ruft Joel zur Buße, ein Bußgottesdienst sollte stattfinden. Alle, das ganze Volk, sollte daran teilnehmen, denn nur ein radikaler Sinneswandel kann retten. Wenn die Umkehr jedoch nur auf äußere Zeichen beschränkt bleibt und nicht das ganze Herz ergreift, dann hat die Bußfeier keinen Sinn. Ob Gott dann noch Mitleid hat? Die heute beginnende Fastenzeit ist eine Zeit des Maßhaltens. Das rechte Maß darf nicht quantitativ gesehen werden, im Sinne von weniger essen, es muss darüber hinaus auch auf jene Personen Augenmerk gelegt werden, die das Maß des Lebens, wie wir es gewohnt sind zu leben, nicht kennen. Es sind dies Menschen in Not, Einsamkeit, Krankheit oder Isolation. Wir müssen unsere Herzen wieder diesen, unseren Nächsten und auch Gott zuwenden. Die Fastenzeit möchte uns daran erinnern und Stütze sein, unsere Herzen dahingehend neu auszurichten.