undefined. undefined NaN · Hl. Cyrill und Hl. Methodius
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Apg 13,46-49
Die erste Predigt des Paulus, von der uns berichtet wird, hält er in Antiochia in Pisidien vor einer gemischten Zuhörerschaft aus Juden, zum Judentum bekehrten Heiden und Sympathisanten. Er fasst darin kurz die jüdische Geschichte zusammen, um dann darzulegen, dass Jesus der von Gott versprochene Retter ist. Eine Woche nach seiner Predigt kommt fast die ganze Stadt zusammen, um neuerlich das Wort Gottes zu hören. Doch es beginnt sich Widerstand bei den Juden zu formieren, in der Sorge, dass sie ihre Identität verlieren und sich selbst aufgeben würden, wenn Nichtjuden ohne vorherige Annahme und Erfüllung der Vorschriften des Gesetzes, am endzeitlichen Gottesvolk Anteil erhalten würden. Für die beiden Missionare Barnabas und Paulus ging es aber nicht nur um die Frage des ewigen Lebens für Israel, sondern für die ganze Welt. Für uns stellt sich beim Lesen dieses Abschnittes der Apostelgeschichte die Frage, ob unser Heil schon mit der Erfüllung aller Gebote Gottes gesichert ist, oder ob zur Erlangung unseres Heiles nicht doch mehr erforderlich ist: Z.B. Der Glaube an Jesus Christus als unser Erlöser sowie die Nachfolge in Erfüllung der Nächstenliebe, unter Beachtung der Sprache des Herzens. Jesus hat uns gezeigt, worauf es ankommt: Nicht der blinde Gehorsam gegenüber dem Gesetz, sondern die Liebe – und Gott ist die Liebe – ermöglicht erst den Zugang zum ewigen Heil. Sind wir auf diesem Weg?
Evangelium — Lk 10,1-9
Jesus sendet zweiundsiebzig seiner Jünger aus, um in Judäa die frohe Botschaft zu verkünden und Kranke zu heilen. Sie sollten in jene Orte gehen, in denen Jesus später selbst lehren wollte. So begann mit dieser Aussendung der Jünger, das Evangelium auf breiterer Basis und rasch bekannt zu werden. Natürlich war dies in der damals heidnisch geprägten Welt kein leichtes Unterfangen, es war harte Arbeit. Deshalb sollten sie auch nur zu den Menschen nach Hause gehen und nicht in die Synagogen. Den Jüngern war bewusst, was da von ihnen verlangt wurde. Vollziehen konnten sie diese Tätigkeit lediglich aufgrund ihrer Liebe zum Wort, zum Herrn und zum Schöpfer. Mit welcher Einstellung im Herzen gehst du deiner Arbeit nach? Bedeutet deine Arbeit ein „Muss“ für dich oder hast du sie zur Herzensangelegenheit erklärt. Verkommt die Arbeit zu einem „Muss“, wer soll sich daran erfreuen? Weder du noch derjenige, für den du die Arbeit verrichtest, werden daraus einen Nutzen ziehen, denn diesem „Muss“ fehlt es an Liebe, die erst alles zum Strahlen bringt. Ein Muss bei der Arbeit kann leicht auf falsche Wege führen. Darum verrichte deine Arbeit immer in Liebe. Verrichte alle deine Tätigkeiten in Liebe, denn das ganze Universum ist getragen von dieser Liebe, aus welcher du schöpfen kannst und sollst. „Liebe deinen Nächste wie dich selbst“ beinhaltet ebenfalls diese Liebe zur Arbeit, welche du in der Regel für einen anderen oder die Gesellschaft vollziehst.