undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 1 Kön 8,1-7.9-13Evangelium · Mk 6,53-56

Erste Lesung — 1 Kön 8,1-7.9-13

Nach dem Bau des Tempels als das zentrale Heiligtum Israels, das nach dem Gesetz der einzige Ort des Opferkultes sein sollte, erfolgte am Laubhüttenfest Anfang Oktober dessen Weihe. Das Laubhüttenfest, als feierlicher Abschluss der Weinlese und der Olivenernte, erinnert daran, dass das Volk Israel während der Wüstenwanderung, nach dem Auszug aus Ägypten, laut Bibel 40 Jahre lang in Zelten lebte (Lev 23,42-43). Doch an die Stelle der Wüste ist nun die Stadt getreten, anstelle des Offenbarungszeltes der Tempel. In diesen wurde die Bundeslade in einer feierlichen Prozession, zusammen mit dem Offenbarungszelt aus der Zitadelle in der Davidstadt, den Tafeln des Gottesbundes am Horeb (Dtn 10,1-5) sowie den langen Stangen der Bundeslade, die für den Raum im Tempel zu sperrig waren, aber gem. Ex 25,13-15 nicht entfernt werden durften, übertragen. Mit der Übertragung der Bundeslade erfüllte die Herrlichkeit Gottes den Tempel, den dunkeln fensterlosen Raum des Allerheiligsten, dessen Dunkel den unbeschreiblichen Glanz Gottes verhüllte. In seinem Weihespruch für den Tempel stellte Salomo Gott als Bauherrn des Tempels vor, sich selbst lediglich als denjenigen, der das fertige Haus seinem Eigentümer übergibt. Salomo ist sich aber auch bewusst, dass nicht Gott diesen Tempel benötigt, sondern dass Menschen ihn als den Ort benötigen, wo sie all ihre Gaben, Sorgen und Bitten ablegen können. In diesem Sinne entspricht der Tempel unseren Gotteshäusern, in welchen wir Gott, seinem Sohn und dem Wort Gottes nahe sein, und darüber hinaus, auch aufnehmen können. Und darum: verabsäumen wir nicht, den Tag des Herrn, gemeinsam mit ihm zu feiern.

Evangelium — Mk 6,53-56

Viele Menschen kommen zu Jesus, um von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Sie fragen jedoch nicht, wer dieser sei oder woher er seine Kraft bezieht. Für sie ist einzig ihr körperliches Heil und somit ihr seelisches Gleichgewicht von Bedeutung. Jesus stört das nicht. Er heilt, ohne Bedingungen zu stellen. Er heilt durch Berührungen, ohne Medikamente zu verschreiben oder Arzneien zu verabreichen. Doch nicht nur Jesus kann heilen. Auch wir können mit wohlwollenden Berührungen heilen, indem wir Distanz aufgeben und in einem direkten, persönlichen und empathischen Kontakt das Interesse an unseren Nächsten bekunden. So können auch wir, so wie Jesus zum Arzt werden, der wie jeder gute Arzt bedingungslos um jedes Leben kämpft. Nun LSUB, Heilung bringt Qualität ins Leben, ermöglicht eine neue Sicht auf das Leben und schenkt wieder Kraft, die nächsten Schritte aus eigener Kraft zu schaffen. So kamen damals viele Meschen zu Jesus. Sie alle wollten wieder Anteil am Leben erlangen und dieses aktiv mitgestalten. Doch wie viele Menschen suchen heute noch Jesus, um das wahre Leben und Heil zu erfahren? Wenige sind es, die versuchen, Jesus zu finden oder sich mit unserem Schöpfer auseinanderzusetzen. Was blockiert diese Menschen, dass sie sich im diesseitigen und kurzen Leben nicht für Jesus und Gott entscheiden? Dabei beugt sich Jesus stets in seinem Mitleid und in seiner Größe zu dem nieder, der schwach und arm ist – stets bereit anzunehmen, zu verstehen, zu vergeben und das ewige Leben zu schenken.