undefined. undefined NaN · Donnerstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 1 Kön 2,1-4.10-12Evangelium · Mk 6,7-13

Erste Lesung — 1 Kön 2,1-4.10-12

Die Königsbücher, anschließend an die Samuel Bücher, berichten über den Zeitraum der nächsten vier Jahrhunderte nach David. Sie nehmen uns hinein in das goldene salomonische Zeitalter und den Bau des Tempels und enden mit der Zerstörung Jerusalems im Jahre 587 v. Chr. David, zwischenzeitlich 70 Jahre alt, wir zu einem Objekt der Fürsorge und muss sich Gedanken über seinen Nachfolger machen. Die Entscheidung fällt auf seinen, mit Batseba gezeugten, Sohn Salomo. Kurz vor seinem Tod gibt er ihm letzte Anweisungen und Instruktionen im Umgang mit den alten Feinden und verpflichtet ihn auf das Grundgebot Israels (Dtn 6,4-6). Danach legte man David zu seinen Vätern, er wird in der von ihm eroberten „Davidstadt“ beigesetzt. Würden doch alle Machthaber dieser Welt Gott anerkennen und ihn „lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft“ (Dtn 6,5). Wie weit könnte die Menschheit fortgeschritten sein, wenn es nie Kriege gegeben hätte und ausschließlich die Liebe regiert hätte, die Liebe zu Gott und unseren Nächsten. Wie viele Menschen mussten in Kriegen sterben, wieviel geistiges Potential ging dadurch verloren. Warum ist es so schwierig, Liebe zu leben? Es ist deshalb schwierig, weil in uns auch die Stimme des Antichristen spricht, und weil wir ihr gerne hörig werden: Macht, Prestige, Geld …, auch zum Preis des Verlustes des eigenen Heils. Was ist dir das ewige Heil wert? Ist es dir mehr wert als alles Irdische? Irdisches ist vergänglich, das ewige Heil hingegen ist unvergänglich. Also warum nicht danach streben?

Evangelium — Mk 6,7-13

Jesus sendet seine Jünger aus, damit sein Werk der Verkündigung des Heils, verbunden mit sichtbaren Zeichen der Anwesenheit Gottes auf Erden, fortgeführt und verbreitet werden konnte. Das Reich Gottes sollte in den Herzen der Menschen seinen Platz finden und somit das Böse endgültig vertreiben. Zu diesem Zweck legte Jesus seinen Jüngern Regeln auf: Mitzunehmen wäre lediglich ein Wanderstab, keine Nahrungsmittel und kein Geld, denn Gott ist an ihrer Seite und wird sich um alles kümmern, was sie benötigen. Schreitest du auf Gottes Wegen, so bist auch du gut behütet und bedarfst keiner materiellen Unterstützung, sondern lediglich etwas, worauf du dich auf deinem Lebensweg verlässlich stützen kannst. Worauf stützt du dich in deinem Leben? Zählen zu deinem Wanderstab materielle Sicherheiten oder gar Tugenden des Bösen? Diese sind dir zum wahren Leben keine Hilfe, sie sind als Stützen brüchig, nicht von langer Dauer und sogar gefährlich für dich. Die einzige Stütze im Leben und zum Leben ist das Wort Gottes. Es hält, was es verspricht, es vergeht nicht und versagt selbst in den übelsten Situationen nicht seinen Dienst. Kennst du das Wort Gottes? Bei vielen verstaubt es im Bücherregal oder es geht an ihnen wirkungslos vorbei, weil sie es nicht hören wollen. Dabei ist das Wort Gottes für die Ewigkeit gedacht und der einzige Weg für dich zur Ewigkeit.