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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 2 Sam 24,2.9-17Evangelium · Mk 6,1b-6

Erste Lesung — 2 Sam 24,2.9-17

Der Herr gab David den Auftrag: „Geh, zähl Israel und Juda!“ (2 Sam 24,1). David folgte dem Auftrag, ohne zu ahnen, dass dies eine Prüfung von Gott darstellte. Joab erkannte hingegen den Sinn der göttlichen Weisung und wusste, dass das Zählen des Volkes nur Unheil bringen konnte. In Ex 30,11-16 wird dafür ein Sühnegeld vorgeschrieben, denn Gott hat den Vätern zugesagt, ihre Nachkommen zu einem großen Volk zu machen, das „nicht zu zählen“ ist (Gen 13,16; 15,5). Wer nachzählt misstraut Gott und will sich lediglich in seiner eigenen militärischen Sicherheit wiegen. Dies zeigt deutlich 2 Sam24,9: Nicht das gesamte Volk wird gezählt, sondern nur die Krieger. David übertritt mit dieser Zählung die Grenze zu jenem Bereich, der ausschließlich Gott vorbehalten ist. Nach Erkenntnis seiner Schuld wählt David eine Strafe, bei der er selbst verschont bleibt, das Volk aber zu leiden hat: die Pest. Letzten Endes „reut“ Gott sein Urteil und beendet die Katastrophe. Es ist dies ein Beispiel dafür, wie rasch wir Gottes Gebote vergessen können und ihm nicht mehr uneingeschränkt unser Vertrauen schenken. Doch was bedeutet es für uns, seine Gebote tief in unserem Inneren zu verankern? Es bedeutet, einen Wegweiser durchs Leben unser Eigen zu nennen. Mit Gottes Geboten können wir unsere Schwächen erkennen und unser Begehren niederhalten. Aber nicht immer wird uns dies gelingen. Wir werden bald entdecken, das Befreiung von unseren Begehren auf Dauer aus eigener Kraft kaum möglich ist. Wir können uns nicht selbst befreien – erlösen. Wir benötigen dazu einen Erlöser, Jesus Christus. Nur mit ihm in uns werden wir zum Heil gelangen.

Evangelium — Mk 6,1b-6

An einem Sabbat lehrte Jesus in der Synagoge seiner Heimatstadt. Die Leute staunten über seine Worte, seine Weisheit und Machttaten. Doch sie konnten es nicht akzeptieren, dass er, dessen Eltern sie gut kannten, der unter ihnen als ganz normaler Mensch aufgewachsen war, Gottes Sohn sein sollte. Das war für die Menschen in Jesu Heimatstadt schwer zu glauben und wurde rasch zu einem allgemeinen Ärgernis. Man kann vor der Blindheit und Verstocktheit dieser Menschen damals nur staunen. Staunen kann man aber auch über Jesu Machttaten. Was hat er damals alles bewirkt und was bewirkt er bis heute an Gutem! Wenn du dich jetzt fragst, was Jesus, nachdem er bereits vor 2.000 Jahren diese Welt verlassen hat, bis heute an Gutem bewirkt, dann blick auf das unscheinbare, verdeckte Geschehen im Kleinen, vollzogen durch Menschen an Menschen in Not, egal um welche Not es sich dabei handelt. Dieses Geschehen schreit nicht, es stellt sich nicht in den Mittelpunkt, um Beifall zu erlangen. Es ist ein demütiges, ruhiges und barmherziges Geschehen, abseits vom Trubel der Welt. Es geschieht eben dort, weil das der Ort ist, wo du Jesus findest: bei den Armen und Hilfsbedürftigen. Begib dich an den Ort des Elends und du wirst erfahren, wie mächtig Jesus durch dich wirken kann!