undefined. undefined NaN · Sonntag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Zef 2,3;3,12-13
Der Prophet Zefanja wirkte in der Regierungszeit des Königs Josia von Juda (640-609 v. Chr.) und stammte möglicherweise selbst aus einem königlichen Geschlecht. Mit dringenden Worten ruft er seine Landsleute auf, umzukehren. Dieser Ruf findet seine Begründung in dem damals noch immer vorhandenen Baals Kult, dem assyrischen Gestirnkult sowie in der Verehrung des ammonitischen Gottes Milkom. Und wer nicht umkehrt, so Zefanja, wird dem schrecklichen Zorngericht Gottes ausgeliefert werden. Wer hingegen zu Gott zurückfindet, wird das Heil erlangen und mit ihm wird der Grundstein zu einem erneuerten Gottesvolk, dem Gottesvolk der Endzeit, gelegt werden. Gott wird dann unter seinem Volk wohnen, er wird es beschützen und mit seiner Liebe überschütten. Haben wir schon die Dringlichkeit zur Umkehr erkannt? Viele Menschen sind auf dem falschen Weg. Ihre Ziele und Bestrebungen sind weltliche und auch der Umgang mit ihren Mitmenschen orientiert sich ausschließlich an der Suche nach Verwirklichung eigener Vorteile und Interessen. Deshalb ruft ihnen Jesus zu: Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Jesus mahnt damit, unseren Blick von der Erde hinauf zu Gott zu erheben, weg vom Irdischen, hin zum Überirdischen, dem ewigen Vater. Unsere Hilfe dafür ist das Evangelium, die frohe Botschaft. In ihr offenbart sich die Wahrheit über den rechten Weg durchs Leben, hin zum Ziel, dem ewigen Leben.
Evangelium — Mt 5,1-12a
Nach der Inhaftierung von Johannes dem Täufer begann Jesus sein Verkündigungswerk in Galiläa. Bei Matthias eröffnet er dieses mit der Bergpredigt, einer lange Redekomposition, eingeleitet von den Worten: „Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg … und lehrte sie …“. Von daher kommt der Name „Bergpredigt“. Diese Predigt richtet sich an jeden, der bereit ist, sich auf eine radikale Botschaft einzulassen und die beschwerliche Nachfolge Jesu anzutreten. Der erste Abschnitt dieser Bergpredigt beinhaltet neun Seligpreisungen, eine davon fordert ein reines Herz als Bedingung dafür, Gott zu „schauen“ und in seine Nähe zu kommen. Um diese Nähe zu erreichen, müssen wir in uns die Sehnsucht danach entfalten. Unglückseligerweise ist unser Herz dafür oft zu träge. Um unseren Blick für Gott zu öffnen, genügt es nicht, den Glauben lediglich mit den Lippen zu bekennen, sondern es ist notwendig, gem. Papst Franziskus, unser Herz zu reinigen, das heißt, im Herzen gegen die inneren Feinde zu kämpfen, welche die Sünde hervorbringen. Das reine Herz wird durch den Verzicht auf das Böse einfach und geradlinig, stets bereit, sich vom Heiligen Geist führen zu lassen, und im Stande, die Pläne der göttlichen Vorsehung und die Gegenwart des Herrn zu erkennen. Auf diese Weise wird uns ein aufmerksamer Blick für unsere leidenden Brüder und Schwestern geschenkt. Damit sind wir auf dem Weg zur Schau Gottes, die uns in der Glückseligkeit des Himmels erwartet und uns schon jetzt mit der Freude und dem Frieden des Reiches Gottes erfüllt. (Papst Franziskus; s.o.)