undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — 2 Sam 7,18-19,24-29
Auf die Verheißung Gottes, Davids Dynastie auf „ewig“ bestehen zu lassen (2 Sam 7,16), antwortete David mit einem königlichen Dank- und Bittgebet sowie mit einem Lobpreis Gottes. Gesprochen hat er dieses Gebet „vor dem Herrn“, das heißt: vor der Bundeslade im Heiligen Zelt. Davids Gebet kann in seiner Qualität als Mustergebet für uns betrachtet werden. Er beginnt mit den Worten: „Wer bin ich, Herr?“, um damit seine Kleinheit vor Gott zu bezeugen. Im Bewusstsein auf Gottes Macht und seiner eigenen Unterlegenheit bezeichnet er sich selbst als Knecht, als einen, der Befehle von seinem Herrn empfängt und ausführt. Doch David ist sich auch seiner eigenen Verantwortung und der Verantwortung seines Volkes Gott gegenüber bewusst. Er bittet daher um Gottes Segen, Gott möge sein Versprechen für immer halten und ihm Kraft und Ausdauer verleihen, um Gottes Weg nicht zu verlassen. Um als Christ mit Gott in Verbindung zu bleiben, bedarf es des täglichen Gebetes. Es bringt uns aus unserem grauen Alltag heraus und führt uns wieder zu Gott. Es schenkt uns Ruhe und Hoffnung, stärkt die Seele und erinnert uns an unsere Wurzel in Gott. Lassen wir nicht nach im Gebet, denn es ist das Atemholen der Seele.
Evangelium — Mk 4,21-25
Gott ist Licht. In der Taufe empfangen wir dieses Licht und werden dazu aufgerufen, es im Leben weiterzugeben. Denn nur dadurch werden wir zu Zeugen Christi. Das ist eine der Besonderheiten der christlichen Haltungen. Ein Christ, der dieses Licht trägt, muss es sehen lassen. Wenn ein Christ es vorzieht, das Licht Gottes nicht sehen zu lassen, sondern den eigenen Dunkelheiten den Vorzug gibt, weil er Angst vor dem Licht hat, und wenn ihm die Götzen, die Finsternis sind, besser gefallen, dann fehlt ihm etwas und er ist kein wahrer Christ. Er ist dann kein Zeuge Jesu Christi, des Lichtes Gottes. Warum? Weil, mit dem Licht kommt Jesus in unsere dunkle Welt. Und alle sollen doch dieses Licht sehen! Darum müssen auch wir dieses Licht, welches wir schon bei der Taufe erhalten haben, auf den Leuchter unseres Lebens stellen. Es kann schon sein, dass dieses Licht manchmal herunterfällt. Doch dann müssen wir es wieder mit dem Willen aufheben, mit einem großmütigen Herzen Licht zu geben. Wir müssen Menschen, deren Herz etwas finster ist, immer wieder das Licht Jesu schenken. Gott möchte, dass das Evangelium in unserem Leben Frucht bringt, und er möchte auch, dass wir Zeugen für das Licht werden, das unser eigenes Leben hell gemacht hat! Hier kommt es also auf unsere Initiative an. Machen wir den Glauben zur Priorität in unserem Leben und teilen ihn großzügig mit anderen, dann wird Gott uns einmal viel geben, nicht nur jetzt, sondern auch im nächsten Leben!