undefined. undefined NaN · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 2 Sam 7,4-17Evangelium · Mk 4,1-20

Erste Lesung — 2 Sam 7,4-17

Für die Bundeslade, aufbewahrt in einem Zeltheiligtum, möchte König David einen Tempel errichten. Gott soll in einem prächtigen steinernen Haus eine würdige Wohnstätte in Jerusalem erhalten, denn im Kontrast zu Davids Palast sieht das Zeltheiligtum nicht würdig genug aus. Doch Gott verwehrt David dieses Vorhaben und lässt ihm dies durch den Propheten Natan ausrichten. Erst Salomon wird es gelingen, Davids Vorhaben umzusetzen. Wichtiger als ein Gotteshaus aus Stein ist für Gott der Fortbestand von Davids Dynastie. Aus diesem Grund kehrt er Davids Wunsch um und baut seinerseits ein „Haus“ für David. Er errichtet und sichert ihm den Fortbestand seiner Dynastie über Generationen hinweg bis hin zu Jesus. Gott möchte keinen einzigen und fixen Ort für seine Verehrung. Darum sei die Frage gestattet: Hast du auch schon ein Heim, einen Wohnort für Gott geschaffen? In dir? Hast du ihm bereits einen Platz im Zentrum deiner Seele frei gemacht? Gott bringt Licht in unsere Seelen, er vertreibt das Dunkle in uns und verleiht uns Kraft, sein Licht in die Welt hinauszutragen. Mit Gott in deiner Seel bist du nie mehr allein, hast du stets einen Helfer, Ratgeber, Tröster und Begleiter zur Hand. Mit Gott in dir kannst du ihn auch sichtbar werden lassen, durch deine Taten und Handlungen an den Nächsten, die in Not sind und deine Hilfe benötigen. Werde dir bewusst, dass Gott überall in der Schöpfung zugegen ist und du daher überall und jederzeit die Möglichkeit hast, ihn in deine Seele zu bitten, damit er in dir und du in ihm Ruhe finden kannst.

Evangelium — Mk 4,1-20

Im heutigen Evangelium begibt sich ein Sämann auf Feld, um zu säen. Zum Teil fallen die Samenkörner auf den Weg, zum Teil auf felsigen Boden, wieder ein Teil fällt unter Dornengestrüpp. Nur ein Teil fällt auf sehr guten Boden und bringt überreiche Frucht. Der Sämann ist Jesus Christus, der Samen ist sein Wort und Jesus sät dieses Wort den Menschen in ihre Herzen. Das Herz ist also der Boden, auf den Gott sein Wort sät. Und je nachdem wie das Herz beschaffen und bereit ist, wird die Saat aufgehen oder verdorren. Aber wie viele Menschen hören noch auf das Wort Gottes und wollen es in ihr Herz aufnehmen? Immer weniger Menschen schätzen den sonntäglichen Gottesdienst, die Gemeinschaft der Gläubigen, die Worte, welche aus der Heiligen Schrift vorgetragen werden und die Auslegungen dazu. In diesem Sinne werden die Hörenden immer weniger. Für die heutige Zeit mit all ihren Möglichkeiten der visuellen Medien könnte man den Satz von Jesus: „Wer Ohren hat zum Hören, der höre!“, ergänzen durch: „Wer Augen hat, der sehe!“ Denn sehen können alle das Leid auf dieser Welt, es schreckt vor keiner Türe zurück und lässt sich von keinem Hindernis aufhalten. Um diesem Leid in geeigneter Weise entgegentreten zu können, bedarf es des mutigen Schrittes zur Nachfolge Jesu. Wie dieser Schritt im Alltag umzusetzen ist, sagt das Evangelium. Also höre das Evangelium und seine Auslegung oder lese in der Heiligen Schrift, sie ist verständlich für Menschen mit offenem Herzen.