undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 2 Tim 1,1-8Evangelium · Mk 3,22-30

Erste Lesung — 2 Tim 1,1-8

Paulus schrieb ca. im Jahr 66 n. Chr. den 2. Brief an seinen Gehilfen Timotheus und bestärkt ihn darin, die Kraft des Glaubens neu zu entdecken und diese zu stärken, denn das Christsein verlangt Glaubenstreue in allen Lagen des Lebens. Wir müssen in unserem Handeln jeden Tag neu das Evangelium – die „Frohe Botschaft“ – bezeugen. Das kann mitunter schon schwerfallen. Deshalb rät Paulus: „Leide mit mir für das Evangelium! Gott gibt dazu die Kraft“ (2 Tim 1,8). Diese Worte können schon verstörend wirken. Geht es denn nicht um die „Frohe Botschaft“, die wir leben, vorleben und verkünden sollen? Darf der Glaube an Jesus Christus Leid mit sich bringen? Papst Franziskus hat einmal dazu gesagt: „Die Heiligung schließt nicht nur das Leiden nicht aus, sondern das Kreuz ist geradezu Quelle der Reifung und Heiligung“. Missionierung, sprich Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat, kann zu einer Herausforderung werden, wenn man dabei über den eigenen Schatten springen, eigene Interessen hintanstellen und Zeit opfern muss. Aber nur so, in Bezeugung der Liebe zu Gott und den Nächsten, kann das Evangelium auf fruchtbaren Boden fallen, reifen, wachsen, sich ausbreiten und Früchte bringen. Bist du schon auf diesem Weg? Lass dich nicht entmutigen, wenn du dabei auf Widerstand stößt oder meinst, dieser Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Denn die Kraft zur Verkündigung der „Frohen Botschaft“ ist uns von Gott gegeben: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Barmherzigkeit“ (2 Tim 1,7).

Evangelium — Mk 3,22-30

Die Schriftgelehrten vermuten in Jesus dämonische Kräfte am Werk, mit welchen er andere Dämonen austreibt. Doch Satan kämpft sicherlich nicht gegen sich selbst. Jesu Kampf gegen das Böse ist ein eindeutiges Zeichen vom Wirken des Geistes Gottes in ihm. Sollte Satan tatsächlich gegen sich selbst kämpfen, wäre sein Reich nicht von langem Bestand und wir hätten schon bald, in absehbarer Zeit, das Paradies auf Erden. Aktuell können wir feststellen, dass viele satanische Gehilfen am Werk sind und diese hören nur auf einen, den Antichristen, dem sie ihre Seelen verschrieben haben. Diese dunkle Macht möchte jede Seele von Gott wegreißen. Aber nicht darum, um sie für die Ewigkeit zu retten, sondern sie von der Wahrheit abzubringen und sie als geliebte Kinder Gottes zu zerstören. Davor schützen kann uns nur die Liebe. Denn sie ist die stärkste Kraft im Universum, durch sie wurde alles geschaffen und mit ihr ist alles auf dieser Welt verbunden. Wendest du dich von der Liebe ab und bevorzugst du die Waffen der Dunkelheit, so lästerst du Gott. Du wendest dich dabei von ihm ab und lässt in dir nicht den Geist Gottes wirken, sondern den Geist des Antichristen, in dessen Augen die Liebe ein unreiner Geist ist. Bewahre dich davor, vom Weg der Liebe abzuweichen. Kämpfe jede Minute darum, der Stimme des Antichristen kein Gehör zu schenken. Wirst du schwach und stolperst du auf deinem Weg, so steh wieder auf, besinne dich, kehre um und bereue.