undefined. undefined NaN · Mittwoch
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — 1 Sam 17,32-33.37.40-51
Wer kennt sie nicht, die Geschichte des Kampfes David gegen Goliat. Sie berichtet von der Überlegenheit des Kleinen gegenüber dem Größeren. Der Philister Goliat hatte sicherlich nicht damit gerechnet, dass es dieser David oder irgendein anderer Israelit mit ihm aufnehmen könne. So überlegen fühlte er sich. Auf der anderen Seite hatte sich der „noch König“ Saul kaum von David eine Rettung aus dieser scheinbar ausweglosen Situation erwartet. Doch David kannte seine Fähigkeiten und er wusste den Gott seines Volkes auf seiner Seite. Was konnte da noch schiefgehen? David kämpft mit den ihm aus dem Hirtenleben vertrauten Waffen, mit welchen er sogar Löwen in die Flucht schlagen konnte. Mut und Vertrauen in Gott werden hier dem Tragen einer schweren Rüstung, einem mächtigen Schwert und einem Koloss von Krieger entgegengestellt. Den Ausgang der kurzen Auseinandersetzung zwischen dem ungleichen Kämpferpaar kennen wir. Es kam dabei nicht auf eine militärische Überlegenheit an, sondern auf den Beistand Gottes, der jedem „Schwachen“ zur Verfügung steht, im Glauben an den Herrn. Wie stark ist dein Vertrauen in Gott? Schenkst du ihm dein Vertrauen, dann hilft dir eine starke Kraft, die dein Heil bewacht. In ausweglosen Situationen werden sich neue Türen öffnen, du wirst wieder Licht am Horizont erkennen und festen Schrittes deinen weiteren Weg gehen können. Der Herr wird dein Führer sein und dich in keiner bedrohlichen Situation allein lassen. Denn: der Herr ist mit dir!
Evangelium — Mk 3,1-6
Jesus heilt am Sabbat in der Synagoge, trotz des Verbotes, an diesem Tag eine Arbeit zu verrichten, einen Mann mit einer „verdorrten“ Hand. Eine ungeheuerliche Gesetzesübertretung in den Augen der anwesenden Pharisäer. Jesus geht es aber, bei dieser Nichteinhaltung des Sabbatgebotes, nicht um Provokation, sondern um gelebte Menschlichkeit im Gegensatz zur trockenen Einhaltung der Gebote. Gott hat für uns Gesetze geschaffen, aber nicht zwecks Einhaltung der Gesetze um ihres willens, sondern um uns auf die Notwendigkeit der Liebe, der Nächstenliebe, aufmerksam zu machen und uns Feinfühligkeit im Umgang mit unseren Nächsten zu lehren. Diese stehen oft nicht immer im Mittelpunkt der Gesellschaft, oft besetzen sie Randbereiche, die Grenze zum noch gerade Auszuhaltenden. Jesus stellt diese „Verstoßenen“ wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaft. Er erinnert uns damit daran, dass wir alle gleichberechtigte Schwestern und Brüder sind, niemand von uns hat als Mensch einen höheren Stellenwert als ein anderer. Leider vergessen das immer wieder viele Menschen oder sie sehen sich selbst lieber als höherrangige Personen, mit mehr Macht, Einfluss und Prestige. Jesus verabscheut eine solche Einstellung im Herzen. Er sagt: „Kümmere dich um solche Menschen, führe sie zurück ins Leben und betrachte dich selbst nicht als besser oder würdiger als solche armen Seelen!“