undefined. undefined NaN · Montag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — 1 Sam 15,16-23
Nach der Weisung Gottes sollte Israel die Amalekiter – ein räuberisches Nomadenvolk aus der Negeb-Wüste – vernichten. Dieses Volk war ein Erzfeind Israels und bereits im Buch Deuteronomium gebietet Gott Israel, unter Verweis auf den Überfall der Amalekiter nach dem Auszug aus Ägypten, die Ausrottung dieses räuberischen Volkes. Verbunden damit war der Vollzug des „Bannes“, des Befehles an Saul, nichts Lebendiges zu verschonen und nichts von der Beute für den eigenen Gebrauch zu verwenden. Die Beute darf also von den Kriegern nicht selbst genutzt werden, sondern wird Gott geweiht. Doch Saul und das Volk verschonen die besten Beutestücke. Der Vernichtungsbefehl Gottes wird nicht dort befolgt, wo er eigenen Interessen widerspricht. Saul wird dafür von Gott zur Rechenschaft gezogen. Dieser schiebt aber jede Schuld von sich auf das Volk: „Aber das Volk hat von der Beute einige Schafe und Rinder genommen …“ (1 Sam 21). Gott lässt sich nicht erweichen und verwirft Saul als weiteren König über Israel. Saul hat sich im Nichteinhalten von Gottes Geboten über Gott erhoben und Gott für seine eigenen Interessen missbraucht. Ich glaube, wir alle kennen unser „Ja, aber …“ gegenüber den Geboten Gottes und wir kennen das Schieben der eigenen Schuld auf andere. Mit Gottes Verwerfen von Saul soll uns gezeigt werden, dass Gottes Gebote und sein Wort ernst zu nehmen sind und nichts uns für deren Nichteinhaltung entschuldigt. Für alle unsere Vergehen werden wir eines Tages die Konsequenzen zu tragen haben. Darum: kehre um, solange es noch nicht zu spät dazu ist, bereue und bekenne alle deine Vergehen noch hier auf Erden.
Evangelium — Mk 2,18-22
Die Jünger, die mit Jesus auf Wanderschaft durch Galiläa waren, brachen die Fastenregeln des Sabbats. Natürlich fiel dies vielen auf und sie waren höchst verwundert darüber. Doch wie kann man fasten, wenn der Herr höchstpersönlich bei einem ist? Es gibt doch keine größere Freude als das Zusammensein mit dem Herrn! Der Herr bedeutet Leben, Licht und Freude, Buße bedeutet innere Einkehr, Suche nach dem Weg zum Herrn, Suche nach seiner Nähe. Jedes hat seine Zeit: Die Freude mit dem Herrn und die Suche nach dem Herrn. Begibst du dich auf diese Suche, dann tu dies mit Fasten. Rechtes Fasten ist verbunden mit der Herzenseinstellung der eigenen Schwachheit, Sündhaftigkeit und Reue. Fehlt dir davon etwas, wird dein Vorhaben kaum gelingen. Natürlich ist es nicht leicht, aus eingefahrenen, angenehmen und eingewachsenen Verhaltensweisen auszubrechen, es bedarf schon einiger Willenskraft und Anstrengung dazu. Für viele ist das nicht von heute auf morgen zu schaffen. Fasten benötigt eine seelische Vorbereitungszeit. Du kannst auch nicht, ohne dich vorzubereiten, eine sportliche Höchstleistung erbringen. Wenn du wahrhaft in dich gehen und Reue durch Fasten zeigen möchtest, dann bereite dich drauf vor und faste vor allem nicht vor der Öffentlichkeit, denn dann bekommst du deinen Lohn schon von anderen.