undefined. undefined NaN · Heiliger Antonius

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Eph 6,10-13.18Evangelium · Mk 2,13-17

Erste Lesung — Eph 6,10-13.18

Der gegenständliche Abschnitt aus dem Brief an die Epheser spricht von einem notwendigen Kampf der Christen, den es zu bestehen gilt. Es ist ein Kampf gegen die dunklen Mächte, gegen Satan und seine Helfer. Es sind Feinde, die nur schwer zu fassen sind, die aber Macht haben, großen Schaden anzurichten. Wie sollen wir uns für diesen Kampf vorbereiten, wie rüsten? Ähnlich der Rüstung eines römischen Fußsoldaten, bestehend aus Gürtel, Brustpanzer, Schuhwerk, Schild, Helm und Schwert. Diesen Rüstungsteilen entspricht für uns Christen ein Tugendkatalog: Glaubwürdigkeit, Gerechtigkeit, Friedfertigkeit, Glaube und Heil. Und die einzige Angriffswaffe für uns ist das Wort Gottes, das durch den Heiligen Geist wirksam und treffend wird. Der Geist ist es, der allen Untugenden gegenübersteht und uns im Kampf gegen sie unterstützt. Er ist wirksam wie ein zweischneidiges Schwert, das im Wort des Menschen zu einem eindeutigen Ja oder Nein zwingt. Wie wirksam der Geist Gottes sein kann, berichtet Paulus in 2 Kor 10,3-5: „Ich bin zwar ein schwacher Mensch, doch wer mir den Kampf aufzwingt, wird sich wundern. Denn meine Waffen sind nicht schwach und brüchig, sondern hier wirkt Gottes Macht. Festungen der Gegner werde ich zerstören, Gedankenpaläste schleifen, jeden Wall, den ihr gegen das wahre Christentum aufschüttet, mach ich dem Erdboden gleich, alle Freigeisterei setze ich gefangen und zwinge sie zum Gehorsam gegen Jesus, den Messias“. Bekleiden wir uns mit christlichen Tugenden und lassen wir nicht nach im Gebet.

Evangelium — Mk 2,13-17

Jesus kommt stets zu den Kranken und den Sündern. Er kommt nicht zu den „Gerechten“, denn in Wahrheit gibt es keine solche. Menschen, die rein sind von jeder Sünde, existieren nicht. Zwar meinen viele, innerlich rein zu sein – in Gedanken, Worten und Werken und sich keine Unterlassungen geleistet zu haben – doch schon allein mit dieser Einstellung machen sie sich unrein. Erlöst werden besteht daher vor allem darin, sich seiner Sündhaftigkeit bewusst zu werden. Ich kannte einmal jemanden, der sich schämte, Gottes Nähe zu suchen. Er war sich seiner Sünden und Schuld bewusst und sagte, wie der römische Hauptmann: „Herr, ich bin nicht würdig!“ Erst durch ein zufällig geführtes Gespräch mit einem Geistlichen fand er den Mut, Gott wieder unter die Augen zu treten und wieder Messen zu besuchen. Diese Person hat nicht von sich aus den Geistlichen gesucht, es war der Herr, der diese beiden zusammenführte. In Folge war dieser Geistliche der Arzt, der sich der armen Seele annahm und die Person, die sich vor Gott schämte, war der Kranke. Jesus hat die beiden zusammengeführt, weil er um alle Menschen bemüht ist. Keine Seele soll verlorengehen. Doch warte nie auf solche „zufälligen“ Begegnungen, denn dann könnte es für dich vielleicht zu spät sein. Mach es so wie im täglichen Leben: Wenn du Schmerz empfindest, brich auf und begib dich in die Obhut desjenigen, der dich heilen kann.