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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 1 Sam 4,1b-11Evangelium · Mk 1,40-45

Erste Lesung — 1 Sam 4,1b-11

Die Philister, ein Seevolk, waren über Jahrhunderte die stärksten Feinde Israels. So beherrschten sie nach der Schlacht von Afek (ca. 1050 v. Chr.) einen großen Teil der Mittelmeerküsten bis hin zum Jordan. Die Auseinandersetzungen mit ihnen reichten vom vorköniglichen Israel über Saul bis zu David. Erst diesem gelingt es, die Macht der Philister zu brechen. Der Beginn des Kapitel 4 des ersten Samuelbuches schildert die Ereignisse einer der Schlachten bei Afek. Im Mittelpunkt dieser Schlacht stand bei den Israeliten die Bundeslade, als Symbol der Gegenwart Gottes, der sein Bundesvolk führte und schützte. Sie wurde aus Schilo herbeigeholt, um im Kampf gegen die Philister das Unglück, eine Niederlage abzuwenden und zum Sieg über die verhassten Feinde zu verhelfen. Der Gebrauch der Lade erinnert hier an die ursprüngliche Bedeutung der Bundeslade als tragbares Heiligtum der wandernden und dabei immer wieder in Kämpfe verwickelten Stämme. Doch Gott lässt sich nicht zwingen. Er hat eigene Pläne für uns. Die Israeliten mussten dies ebenfalls mit einer verheerenden militärischen Niederlage erkennen. Auch wir können nicht immer Gottes Weg für uns erkennen. So wie Gott einen Plan für die gesamte Menschheit hat, hat er auch einen Plan für jeden von uns. Wehren wir uns nicht gegen diesen Plan. Versuchen wir, Gottes leise Hinweise in unserem Leben zu erkennen und ihnen zu folgen. Fragen wir uns: Was möchte Gott von mir in dieser Situation?

Evangelium — Mk 1,40-45

Jesus heilt einen Unreinen – einen Aussätzigen – durch Berühren mit der Hand. Was bedeutet Unreinheit und wie kommt sie zustande? Für Jesus ist rein und unrein wie heilig oder unheilig. Jesus sagt auch deutlich, woher diese Unreinheit kommt: Sie kommt von innen, aus dem Herzen des Menschen. Diese Unreinheiten sind unter uns Menschen immer stärker als die Reinheit, diese ist defensiv und muss beim Kontakt mit dem Unreinen flüchten. Bei Jesus ist es umgekehrt. Er besitz eine offensive Reinheit und kann damit jede Unreinheit in die Flucht schlagen. Die Kraft dazu bezieht er von Gott, der in ihm anwesend ist. Eines Tages werden wir alle vor Jesus stehen, so wie der Aussätzige, der Jesus um Heilung bat. Wir werden in dieser Situation zwar nicht vom Aussatz gezeichnet sein, doch unsere Seelen werden viele dunkle Flecken aufweisen, die der Heilung bedürfen. Darum stellt sich für uns alle die Frage, dereinst vor Jesus stehend: Was wirst du zu ihm in dieser Situation sagen oder worum wirst du ihn bitten? Bereite dich jetzt schon auf dieses Treffen mit dem Herrn vor. Es wird das bedeutendste Erlebnis deines Seins werden, mit deiner Neugeburt hinein in das ewige Leben. Die beste Vorbereitung dafür liegt darin, dich schon jetzt zu deinen irdischen Lebzeiten, in die Nachfolge Jesu zu begeben, denn dann hast du den Herrn im Blick und er dich.