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Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — 1 Joh 3,22-4,6
Das christliche Leben ist ein In-Gott-Bleiben, dem Heiligen Geist folgend, nicht aber dem Geist der Welt, der nur in Verderbnis und Korruption führt und uns daran hindert, Gut von Böse zu unterscheiden. Darum schreibt Johannes in seinem ersten Brief: „Traut nicht jedem Geist“ (1 Joh 4,1). Das heißt: Traut nicht jeder Eingebung, jeder Meinung, sondern „prüft die Geister“, denn der Geist der Welt ist der Geist des Vergessens der Gebote Gottes und der Liebe. Der Geist der Welt lässt uns in die Sünde gleiten, in die Abkehr von Gott. Doch wenn der Heilige Geist in dir eine dauerhafte Wohnstätte gefunden hat, dann bleibt er in dir und du bleibst in Gott. Er hilft dir immer wieder, von deinen Abwegen zurück zu Gott zu finden, er beschützt dich und hilft dir aufzustehen, wenn du gefallen bist. Wenn Gott in dir bleibt und du in ihm, wirst du alles erhalten worum du bittest. Voraussetzung dafür ist, dass dein Wunsch sich mit Gottes Plänen für dich deckt, ihnen nicht widerspricht und du dich weiterhin an seine Gebote hältst. Das sind wahrer Glaube und wahres Glaubensleben. Jesus hat einmal dazu gesagt: „Wenn euer Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort!, und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein“ (Mt 17,20) – mit Gottes Hilfe und dem Heiligen Geist in euch.
Evangelium — Mt 4,12-17.23-25
Jesus spricht immer wieder über die Nähe des Himmelreiches. Ist uns bewusst, wie nahe wir tatsächlich diesem Reich stehen? Das Leben ist so kurz, es erblüht rasch, wächst und verwelkt innerhalb so kurzer Zeit im Gegensatz zu den vielen Milliarden Jahren der Existenz des Universums. Anbetracht dieser harten Realität ist es notwendig, bewusst zu leben, im Hinblick auf dieses Himmelreich, in welches wir früher oder später eintreten werden, und es ist notwendig, uns schon jetzt auf dieses Geschehen vorzubereiten, indem wir versuchen, das Reich Gottes schon jetzt und hier auf dieser Welt spürbar werden zu lassen. Wie nahe können wir an dieses Ziel kommen? Wie nahe ist das Himmelreich auf Erden? Kann man diese Nähe vielleicht mit einer zeitlichen Distanz ausdrücken? Obwohl bereits 2 000 Jahre seit Jesu Tod und Auferstehung vergangen sind, hat sich das Himmelreich auf Erden kaum blicken lassen. Mord und Totschlag gehören zur Tagesordnung, Machtkämpfe, Intrigen und Kriege gehören zum täglichen Geschehen. Wo bleibt da das Himmelreich? Die Nähe des Himmelreiches zum irdischen Geschehen drückt sich durch die unendliche Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen und in deiner Liebe zum Nächsten aus. So kann jeder etwas dazu beitragen, dass das Himmelreich auf Erden zur Realität wird.