undefined. undefined NaN · Erscheinung des Herrn

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Jes 60,1-6Evangelium · Mt 2,1-12

Erste Lesung — Jes 60,1-6

„Finsternis bedeckte die Erde und die Bevölkerung befand sich in Dunkelheit“, so die Welt, wie sie Jesaja zu seiner Zeit kannte. Wo war das Licht, wo waren die Tage des Lebens und der Freude? Zerstörung wohin man blickte, Angst regierte die Welt des Propheten. Doch als solcher wusste er, dass das nicht das Letzte sein konnte. Es wird der Tag des Herrn kommen, die Rettung, und sie wird aufgehen wie die Sonne am Himmel über Jerusalem. Dort werden die Völker dieses Licht erkennen. Sie werden von überall her strömen und die ganze Welt wird die Gegenwart Gottes finden, seinen Frieden. Gott hat dies bereits Realität werden lassen, er hat sich bereits in Jesus Christus offenbart. Wir feiern dieses Geschehen u.a. in der Weihnachtszeit mit dem Fest Epiphanie – Erscheinung des Herrn – und dem Besuch der Heiligen Drei Könige bei Jesus im Stall in Betlehem. Diese Könige waren Heiden, womit zum Ausdruck kommt, dass es gerade unter den Heiden war, wo das Licht der Welt als solches erkannt wurde. Epiphanie bleibt für uns Christen eine Herausforderung, weil auch wir uns hin und wieder als „Heiden“ betrachten dürfen, in der Abkehr vom Herrn, welcher wir uns als Menschen kaum entziehen können, denn niemand von uns ist rein von Sünde. Es sei daher die Frage gestattet: Folgst du in deinem Leben dem Licht Gottes? Dieses Licht, und nur dieses – keine anderen Lichter der Welt – können dir Heil und Hoffnung schenken. Dieses Licht erleuchtet alle rechten Wege deines Lebens und führt dich zum ersehnten Ziel: Deine Wohnstätte beim Vater mit einem ewigen Dasein ohne Leid und Schmerz.

Evangelium — Mt 2,1-12

Wer waren diese Sterndeuter aus dem Osten, die einem Stern gefolgt sind, um den neugeborenen König der Juden zu huldigen? Anzunehmen ist, dass es Angehörige der persischen Priesterkaste waren, Weise, die auf der Suche nach der Wahrheit, nach dem wahren Gott, waren. Sie stehen für den Aufbruch der Menschheit auf Christus hin. Sie eröffnen eine Prozession, die sich durch die ganze Geschichte zieht. Geführt auf diesem Weg hat sie das Licht eines Sternes. Dieser Weg war der Weg des Lichtes und jener Liebe, die allein diese Welt verwandeln kann. Hast du auch schon Jesu Stern aufgehen sehen und bist ihm gefolgt? Jesu Stern kann einem ganz persönlich aufgehen. Er erhebt sich aus deiner Finsternis und bringt dir das hellste und gleichzeitig nicht blendende Licht der Erkenntnis. In den Strahlen dieses Lichtes findest du dein Glück, Geborgenheit, Trost, Stärke und Liebe. Hat dich dieses Licht einmal in seine Obhut genommen, willst du nicht mehr zurückkehren in die Dunkelheit. Dieses Licht wird dir auch ermöglichen, alles Unordentliche auf dieser Welt zu erkennen und es wird in dir die Bereitschaft wecken, in der Nachfolge Jesu Christi, Ordnung in die Verworrenheit und in das Leid dieser Welt zu bringen. Lass dich daher von Jesu Licht vereinnahmen und folge diesem Stern in die Ewigkeit.