undefined. undefined NaN · Freitag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — 1 Joh 2,22-28
Im ersten Brief des Apostels Johannes greift der Evangelist den Rat Jesu an seine Jünger auf: „Bleibt in Gott“, denn das christliche Leben ist ein In-Gott-Bleiben, dem Heiligen Geist folgend, nicht aber dem Geist der Welt, der nur zu Korruption und Verderbnis führt, dazu, Gut und Böse nicht mehr zu unterscheiden. Doch leider stellt der Heilige Geist noch immer für viele Christen ein großes Fragezeichen dar und sie wissen nicht, dass gerade er die Garantie und die Kraft ist, um im Herrn zu bleiben. Um in Gott zu bleiben, dürfen wir den Heiligen Geist nicht aus unserem spirituellen Leben ausklammern oder ihn vergessen. Denn Vergessen ist die Eigenschaft des Geistes der Welt. Er lässt uns vergessen, was Sünde ist, was falsch ist und nicht zu unserem Heil beiträgt. Wenn du sündigst, beschützt dich der Heilige Geist und hilft dir, wieder aufzustehen. Hingegen führt dich der Geist der Welt nur ins Verderben, so dass du nicht mehr zu unterscheiden vermagst, was gut und böse ist. Doch wie kann man wissen, ob etwas von Gott oder von der Welt stammt? Die Antwort dazu findest du in den Fragen: Stammt das, was ich spüre oder tun möchte, vom Geist Gottes oder vom Geist der Welt? Macht es mich gut oder wirft es mich auf den Weg der Weltlichkeit, die Gedankenlosigkeit ist? Stellen wir den Geist in uns auf die Probe, um im Herrn zu bleiben.
Evangelium — Joh 1,19-28
Das Wirken von Johannes dem Täufers erregte Aufmerksamkeit. Er taufte mit Wasser, predigte Umkehr und legte Zeugnis für denjenigen ab, der nach ihm kommen und dessen Weg er vorbereiten sollte. Die Juden in Jerusalem wurden unruhig sowie neugierig. Sie sandten eine Gruppe von Priestern und Leviten in die Wüste zu Johannes, um in Erfahrung zu bringen, wer er denn tatsächlich sei. Auf ihre Frage: „Wer bist du?“ antwortete er: „Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste“ und „Ich bin nicht der Christus.“ Johannes wies mit seiner Antwort von sich weg, hin zum Herrn. Er kannte seinen Auftrag als Wegbereiter und sah darin seinen Lebensinhalt bis hin zu seinem schändlichen Tod im Kerker des Herodes. Diese Frage, die Johannes gestellt wurde: „Wer bist du?“, sollten auch wir uns stets im Leben stellen. Welche ist meine Rolle in der Familie oder im Alltag? Akzeptiere ich diese Rolle mit all ihren Konsequenzen, füge ich mich als Christ in sie ein oder lasse ich lieber mein Ego aufleben? Suche ich lediglich meine eigenen Vorteile und lasse dabei die Anforderungen und Rechte der anderen außer Acht? Das Zeugnis des Täufers hilft uns, im Zeugnis unseres Lebens Fortschritte zu machen. Auch wir sind berufen, demütige aber zugleich mutige Zeugen des Herrn zu sein, um die Hoffnung, die so vielen heute abhandengekommen ist, wieder aufleben zu lassen.