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Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Num 6,22-27
Der Aaronitische Segen aus dem Buch Numeri ist die klassische Segensformel der Tora und wurde von Gott mit dem Auftrag an Mose übergeben, alle Israeliten mit diesen Worten zu segnen. Aus drei kurzen Sätzen besteht dieser Segen, beginnend jeweils: „Der Herr …“, um dann mit einem Verb weitergeführt zu werden. Zweimal wird das Angesicht Gottes genannt: Als leuchtende Gegenwart über uns und als zugewandtes Gegenüber, mit dem wir in Blickkontakt treten können. Somit sagt jeder der segnet: Schau auf, du bist angeschaut! Du bist gesehen von dem, dessen Namen ist: Ich-bin-da. Der Gesegnete geht und lebt daher im Licht des Herrn, ist von diesem umfasst und kennt daher keine Dunkelheit. Zum Ausdruck kommen soll aber auch, dass derjenige, der segnet, nicht aus eigener Kompetenz handelt, sondern im Namen Gottes, und dass der Auftrag dazu von Gott selbst kommt und an alle nachfolgenden Generationen, bis heute, weitergegeben werden soll. Allgemein bedeutet Segen, einem Menschen Gottes Heil zu wünschen, ihn in die Gegenwart des Herrn zu bringen, welche in erster Linie nicht Gericht ist, sondern Gottes wohlwollende Zuwendung. Andererseits sind wir bereits gesegnet, wenn Gott fest in unseren Herzen verankert ist. Dann sind wir voll der Gnade und werden selbst Segen sein, weil Gott in uns wohnt und Friede von uns ausgehen wird. Darum: Kämpfen wir stets um die Gegenwart Gottes in uns, damit wir unseres Heiles nicht verlustig werden.
Evangelium — Lk 2,16-21
Wie muss Maria erstaunt und ergriffen worden sein von diesem unerwarteten Besuch der Hirten im Stall zu Betlehem. Die Botschaft der Hirten, dass ausgerechnet ihr Sohn der verheißene Retter, der Christus, der Herr sein sollte, bestätigte ihr, was der Engel Gabriel ihr vor neun Monaten von Gott ausrichten ließ: Sie sollte die Mutter des leiblichen Sohnes von Gott werden. Damals fügte sich Maria gläubig und im Vertrauen an Gott in ihr Schicksal, ohne zu wissen, was alles auf sie zukommen sollte. Mit der Geburt des Herrn beginnt nun für sie ein neues Leben mit Gott, Gott ist von nun leibhaftig mit ihr, sie teilt ihr Leben mit Gott und trägt auch Verantwortung dafür, dass der Herr mit seiner Botschaft zu den Menschen kommen kann. Wie würden wir mit solch einer Botschaft, wie sie die Hirten an Maria übermittelt hatten, umgehen? Wie würden wir reagieren, was würden wir tun? Würden wir nicht eher an unserem Verstand zweifeln? Marias Glaube war jedenfalls so stark, dass sie in ihrem Herzen keinen Zweifel aufkommen ließ. So wurde sie für uns alle zur Mutter im Glauben. Befallen dich Glaubensschwächen, Zweifel oder kommst du in einer für dich schwierigen Situation vom Weg des Glaubens ab, so halte dich an Maria. Gib ihr einen festen Platz in deinem Herzen, dann wird sie dir helfen, deinen Glauben stark zu halten und sicheren Schrittes den Weg durch das dunkle Tal hin zum Licht zu bewältigen.