undefined. undefined NaN · Hl. Silvester

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 1,1-18

Evangelium — Joh 1,1-18

Johannes der Täufer verhieß das Kommen des Herrn und kam, um Zeugnis für das Licht abzulegen. Der Ursprung dieses Lichts liegt in Gott. Es leuchtet daher nicht erstmalig seit dem Beginn der Schöpfung, es leuchtet schon ewig und wird auch immer leuchten. Es leuchtet auch in dir, es durchbricht die Finsternis deines Herzens. Doch woher kommt diese Finsternis? Sie entsteht durch die Zuwendung zum Bösen. Licht und Finsternis – diese Gegensatzpaare – liegen im Streit um diese Welt, doch letztendlich wird das Licht gewinnen und die Finsternis auflösen. Wieviel Licht beherbergst du in deinem Inneren? Betrachte die Vorzüge des Lichts: Es lässt dich alles erkennen und zeigt dir deinen Weg; die Finsternis hingegen möchte dich nur verschlingen. Begib dich nicht in die Finsternis, in ihr wartet ein Abgrund, aus welchem du aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen wirst. Neben seiner Aufgabe als Zeuge für das Licht verhieß Johannes auch das Kommen des Herrn und forderte die Bereitschaft, auf dieses Geschehen vorbereitet zu sein. Es ist daher notwendig, dass du beginnst, alles abzutragen, was dem Herrn auf dem Weg zu dir hinderlich sein könnte und alles zu ergänzen, was noch fehlt. Aber trotz aller Bemühungen wirst du es nie schaffen, den Weg des Herrn zu dir eben zu gestalten, immer wird es irgendwelche Abgründe in deiner Seele geben. Deshalb blicke voll Ehrfurcht auf das Kreuz, es ist die Brücke über deine Abgründe. Blicke in das Antlitz des Herrn, darin kannst du sein freiwillig auf sich genommenes erlösendes Leid für dich und alle Menschen ablesen.