undefined. undefined NaN · Weihnachten
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 2,1-14
In der Heiligen Nacht wurde der Sohn Gottes geboren, sein Name ist Jesus. Er kam in die Welt, nicht um zu verurteilen, sondern um zu retten und zu erlösen. Allein daran lässt sich erkennen, wie groß die Barmherzigkeit des Vaters ist. Er möchte nicht, dass ein einziger von uns verlorengeht, sondern, dass wir alle, seine Kinder, gerettet werden. Das Evangelium erzählt die Geburt Jesu, beginnend mit Kaiser Augustus, der im ganzen Reich eine Volkszählung durchführen lässt. Es zeigt den Kaiser in seiner weltlichen Größe. Im Gegensatz dazu führt uns das Evangelium nach Betlehem, wo es nichts Großartiges zu sehen gibt – oder doch? Ein Kind wird geboren, es liegt armselig in einer Krippe und doch verbirgt sich in dieser bescheidenen Kleinheit etwas Großes – viel größer als alles Weltliche zusammen: Gottes Sohn. Gott kommt nicht hocherhaben daher, sondern er begibt sich hinab in das armselige Kleine. Die Kleinheit ist der Weg, den er gewählt hat, um zu uns zu gelangen, um unsere Herzen zu berühren, um uns zu retten und uns zu dem zurückzubringen, was tatsächlich zählt. Vor Gott zählt Kleinheit mehr als Macht, Größenwahn, Herrschsucht und Reichtum. So sollten wir stets um die Gnade der Kleinheit bitten, denn Gott möchte von uns, dass wir die kleinen Dinge des Lebens schätzen lernen. Weinen wir nicht der Größe nach, die wir nicht haben. Staunen wir über das Kleine, das kleine Kind, das so viel Macht hat. Auch die Kleinsten auf dieser Welt haben die Macht, wenn du sie in die Arme schließt, dir zum ewigen Heil zu verhelfen. Kein Geld der Welt wäre dazu imstande.