undefined. undefined NaN · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 1,57-66
Lukas berichtet von der Geburt Johannes des Täufers. Die Eltern von Johannes waren beide nicht mehr jung. Die Mutter, Elisabet, eine Verwandte von Maria, war unfruchtbar, was für das Ehepaar großes Leid bedeutete. Eines Tages verrichtete Zacharias im Tempel seinen Dienst, als ihm ein Engel erschien und ihm die Geburt eines Sohnes ankündigte. Doch Zacharias konnte nicht glauben und zweifelte. Aus diesem Grund wurde er vom Engel bis zur Geburt seines Sohnes mit Stummheit geschlagen. Wie oft und wie lange werden die Eltern von Johannes in ihrem Leben um Nachwuchs gebeten haben? Wie viele Tränen werden geflossen sein, wie viele dunkle Stunden wird Elisabet durchlebt haben. Und dann, als es schon aussichtslos war, im Alter, sollte sich ihr Wunsch unerwarteter Weise erfüllen: Sie gebar Johannes, genannt der Täufer. Nicht immer erfüllen sich im Leben unsere Wünsche, nicht immer werden unsere Gebete erhört. Manchmal stellt man dazu im Nachhinein fest, dass es eigentlich besser ist, dass ein Wunsch nicht in Erfüllung ging. Daher: Verschließen wir uns nicht in Traurigkeit, wenn etwas nicht nach unserem Wunsch geschieht. Denn, die Traurigkeit lieb zu gewinnen, ist uns als Christ nicht würdig. Die Traurigkeit ist vielmehr ein Virus, der alles verseucht und blockiert, der jede Tür verschließt, der verhindert, das Leben neu zu entfalten und einen anderen Weg einzuschlagen. Vergessen wir nicht: Der Herr ist immer mit uns, auch in unseren dunklen Stunden.