undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 1,46-56

Evangelium — Lk 1,46-56

Lukas schildert uns die Begrüßung zwischen Elisabet und Maria mit dem Lobpreis der beiden Frauen. Elisabet begrüßt voll Demut Maria mit ihrem noch ungeborenen Kind. Elisabet hält sich sogar unwert dieser Begegnung: Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Sie preist in geisterfüllter prophetischer Rede die werdende, vor allen Frauen ausgezeichnete Mutter und ihr noch ungeborenes Kind. Sie bezeichnet dieses Ungeborene sogar als „Ihren Herrn“. Wie reagiert Maria auf diese Begrüßung? Demütig! In der Erkenntnis des Geschehens, im Bewusstsein ihrer Schwangerschaft ausgelöst durch den Heiligen Geist, in der freudigen Erwartung, das Kind Gottes in sich zu tragen, lenkt sie die Ehre von sich weg, hin zu Gott. Ihre Antwort ist ein Lobpreis, eingegangen in die Heilige Schrift als das Magnificat. Was ist der Inhalt dieses Lobpreises? Maria jubelt über Gott, ihren Retter und als Retter des gesamten Volkes. Sie jubelt, die Auserkorene zu sein und darüber, dass alle Menschen sie in Zukunft feiern werden. Sie rühmt Gott wegen seiner machtvollen Taten und dafür, dass er für Recht sorgt und sich für die Notleidenden einsetzt. So handelt Gott an seinem Volk, in Treue zu den alten Verheißungen und Prophezeiungen. Was können wir für uns aus diesem Lobpreis Mariens mitnehmen? Wir können mitnehmen, dass aus der Demut Kraft erwächst. Hier ist nicht die Kraft als rohe Gewalt gemeint, das Recht des Stärkeren, sondern eine spirituelle Kraft, die Kraft des Heiligen Geistes. Diese Kraft überträgt sich durch die Demut auf andere. Demut bedeutet, bereit sein zu dienen, so wie der Allerhöchste bereit war, uns zu dienen, mit seiner Hingabe, mit seiner Erniedrigung bis in den Tod.