undefined. undefined NaN · Freitag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 1,5-25
Die heutige Lesung beginnt mit der Unfruchtbarkeit und endet in der Fruchtbarkeit, mit der Geburt eines Sohnes, herbeigeführt durch das Eingreifen Gottes. Die alte Elisabet gebiert Johannes, genannt der Täufer. Gott greift in den Ablauf der Geschichte ein und wandelt Unfruchtbarkeit in Fruchtbarkeit. Und so erwartet er von uns, dass auch wir Frucht bringen. Fruchtbarkeit, materiell oder geistig, ist in der Bibel immer ein Zeichen Gottes und seines Segens. Fruchtbar sein bedeutet, Leben zu schenken. Dazu benötigt es nicht unbedingt die Geburt eines Kindes. Man kann auch ohne leibliche Kinder leben, dabei aber doch anderen Leben schenken: verlorene Lebensfreude, verlorene Lebensqualität. Auch Priester und Ordensfrauen oder Ordensmänner heiraten nicht, aber sie schenken ihr Leben in guten Werken. Durch diese guten Werke zeigen sie Gott und den Mitmenschen ihre Fruchtbarkeit. In der Bibel liest man: Das dürre Land wird von Wasser erfüllt. Das dürre Land wird von Gott erfüllt und es beginnt zu leben. So ist es auch bei uns Menschen: Wo man auf Dürre trifft, können gute Werke wieder Leben bringen. Gute Werke als Symptome einer Lebensauffassung. Prüfen wir uns daher: Wie ist mein Herz? Ist mein Herz offen, um ständig Leben zu schenken, Freude zu schenken und fruchtbar zu sein? Schenke ich anderen durch mein einfaches „Dasein“ Freude?