undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 21,23-27

Evangelium — Mt 21,23-27

Die Frage der Hohepriester und der Ältesten, mit welcher Vollmacht Jesus all das tat, bezog sich auf die vorausgegangene Tempelreinigung und sein allgemeines Wirken. Ihnen schien Jesu Vorgehen als Angriff auf ihre Traditionen, ihre Gesetze, ihr eigenes Verhalten und ihr Gottesbild. Ihre Frage hatte ihr Recht. Die Amtsträger, die für das Volk und die ihm anvertraute Offenbarung verantwortlich waren, durften und sollten dies sogar erfragen, um im Blick auf Jesus wieder auf den rechten Weg zurückzufinden. Doch Jesus gab keine Antwort. Er hätte auf seine Wunder hinweisen können, aber auf diese hatten die Amtsträger bereits entgegnet, dass sie aus der Kraft des Bösen und nicht aus dem Geist Gottes geschehen sind. Ihr Bild von Jesus war bereits geformt. Aus diesem Grund erwiderte Jesus mit einer Gegenfrage: „Woher stammte die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von den Menschen?“ (Mt 21,25a,b). Hätten die Frager die Botschaft des Johannes des Täufers angenommen, dann wüssten sie auch, wer Jesus ist und in welcher Vollmacht er handelt. Wer nicht glauben will, wird auch die vielen Wunder, die Jesu gewirkt hat, nicht als solche anerkennen. Vergessen wir nicht, dass Gott als Schöpfer der Herr über diese Schöpfung ist. Was wir als bindende Naturgesetze betrachten, ist für Gott nicht bindend. Deshalb dürfen und sollen wir in allen Lagen der Not Gott um seinen Beistand und Hilfe anrufen. Die Macht der Fürbitte für den Nächsten ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Schon vieles wurde durch sie erreicht. Ungläubige sagen dazu: „Alles Zufall!“ Aber Gott ist kein Zufall, er ist Realität.