undefined. undefined NaN · Montag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 21,1-4
Jesus möchte mit dem Beispiel der armen Witwe unsere Aufmerksamkeit und Bewunderung auf Menschen lenken, die im Stillen große Werke vollbringen, wie Mutter Teresa oder auch die arme Witwe aus dem Evangelium. Jesus prangert die soziale Ungerechtigkeit mit Unterdrückung der Schwachen an. Er sagt klar, dass Gott auf der Seite der Letzten steht und er möchte, dass wir das Wesentliche in unserem Leben wiedererkennen, denn Gott schaut nicht auf ruhmbedachte Menschen, er blickt in dein Herz, auf deine wahren Absichten und die Qualität deines Handelns. Er fragt dich täglich: „Siehst du auch die Unscheinbaren, diejenigen, die nur scheinbar eine Nebenrolle spielen, dabei aber die Hauptdarsteller des Lebens sind? Siehst du auf diejenigen, die für dich die schweren Arbeiten verrichten und dafür wenig Lohn erhalten?“ Gott dreht die Wertigkeiten dieser Welt um. Das müssen wir lernen zu erkennen. Wir müssen lernen, die Welt, die Geschehnisse auf dieser Welt, anders zu sehen. Damit verändert sich automatisch die soziale Rangordnung und wir blicken nicht mehr auf die prächtigen Gewänder, die großartigen Autos, die Markenkleidung und nicht mehr auf die, die in der ersten Reihe sitzen. Dann beginnen wir, die versteckte Größe von Menschen wahrzunehmen, jene, die uns bisher nicht aufgefallen ist. Wir können als Gesellschaft nur überleben, wenn wir uns in allem ganz hingeben – wie die arme Witwe, die nur zwei kleine Münzen in den Opferkasten geworfen hat, alles was sie besaß – und uns voll für diejenigen einsetzen, die auf der Schattenseite des Lebens ihr Dasein fristen. Wieviel wirfst du täglich in den Opferkasten und mit welcher Herzenseinstellung?