undefined. undefined NaN · Freitag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 19,45-48
Das heutige Evangelium berichtet von der „Reinigung“ des Jerusalemer Tempels. Viele Verkäufer befanden sich im Hof der Heiden – dem für Nicht-juden zugänglichen Ort – und genau dieser Hof war in einen lauten und geschäftigen Marktplatz verwandelt worden. Aber Gott wollte, dass sein Tempel ein Haus des Gebetes sei. Daher die Entscheidung Jesu, die Tische der Geldwechsler umzustürzen und die zum Verkauf angebotenen Opfertiere hinauszutreiben. Diese „Reinigung“ des Heiligtums war notwendig, weil in ihm das Licht für alle Völker durch den Kommerz vertrieben wurde. Wird Kommerz zur Hauptsache im Leben, läuft etwas schief. Das Leben an sich wird gefährdet, Spiritualität, Menschlichkeit und Liebe werden verdrängt. Dies ist nicht der Weg, den uns Gott vorgezeichnet hat, es ist nicht der Weg, der zum Ziel führt. Der eigentliche Weg ist ganz anders beschaffen: Er strahlt Sauberkeit, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Treue und Liebe aus. Solltest du auf diesem Weg Hindernisse sehen, bist du aufgerufen, im Hinblick auf dein Ziel, diese Hindernisse anzunehmen, sie zu überwinden und damit deine Seele zu kräftigen. Natürlich kann es dabei auch Felsbrocken geben, die auf deinem Weg liegen. Strecke in diesem Fall deine Hand nach Jesus aus, er wird sie ergreifen und dir das scheinbar Unmögliche möglich machen. Deine Spiritualität ist der Schlüssel dafür. Ordne daher das Kommerzdenken nicht an die erste Stelle, diese sollte von deinem Glauben besetzt sein. Kommerz ist wichtig, aber es gibt wichtigeres im Leben: Das Leben! Fördern wir das Leben derjenigen, die diesbezüglich benachteiligt sind, fördern wir nicht den Kommerz.