undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 19,41-44
Jesus weinte über Jerusalem und sagte: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was Frieden bringt. Jetzt aber ist es vor deinen Augen verborgen. Dieses Schriftwort, ausgesprochen von Jesus vor 2 000 Jahren, hat bis heute nicht an Gültigkeit verloren. Damals bezog es Jesus auf Jerusalem; wir können es heute auf die gesamte Welt beziehen: Wenn ihr doch alle erkennen würdet, was Frieden bringt! Doch Friede ist nicht gleich Friede. Jesus hat uns jedenfalls seinen Frieden hinterlassen: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“ Was ist dieser Friede Jesu? Es ist nicht ein Friede wie die Welt ihn gibt, denn die Welt bietet lediglich einen künstlichen Frieden, einen Frieden, der mehr Ruhe als Friede ist. Der Friede, den Jesus gibt, ist ein Geschenk des Heiligen Geistes, es ist ein realer Friede, der das Leben nicht verneint, ein Friede, der von innen kommt und mit welchem man auch bereit ist, das eigene Kreuz zu tragen. Es ist ein Friede, der dem Unfrieden mit sich selbst und seinem Nächsten keine Chance gibt. Was den Unfrieden betrifft, sind wir Weltmeister. Unfrieden im Kleinen, zu Hause, mit unseren Nächsten, in den Gemeinden, aber auch im Großen, zwischenstaatlich. Man könnte meinen: „Frieden bringt doch nichts! Wir müssen Gewinne machen, und sei es auf Kosten der anderen.“ – so scheint das aktuelle Ziel auf dieser Welt zu lauten. Wie weit könnte diese Menschheit sein, wenn es seit Jesu Zeiten Frieden gegeben hätte? Die Menschheit liebt es, auf dem falschen Weg zu gehen. Doch dieser führt nicht zum Ziel. Zum Ziel führt nur der Weg der Liebe, wie Jesus ihn uns vorgelebt hat. Bist du auf dem Weg der Liebe? Siehst du die Abgründe beiderseits des Weges der Liebe? Siehst du, wie nur der Weg der Liebe zum Licht führt?