undefined. undefined NaN · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 19,11-28

Evangelium — Lk 19,11-28

Jesus zieht unter Jubelrufen in Jerusalem ein. Die Menge ruft: „Hosanna!“, was übersetzt heißt: „Hilf doch!“ Viele der Menschen, die sich um Jesus drängen, haben bereits von seinem letzten großen Wunder, der Auferweckung des Lazarus, gehört. So folgen sie ihm nun, ihm, der auf einer Eselin reitend in den Tempel einzieht. Doch so mitreißend die Stimmung bei Jesu Einzug war, es sollte ganz anders kommen: Anklage und Tod am Kreuz. Dann Stille und am dritten Tag das Unfassbare: Jesu Auferstehung – erste Zeugen werden Frauen an seinem Grab sein. Jedes Jahr am Palmsonntag beginnen wir, dieses Geschehen von damals in der Liturgie zu feiern und nachzuvollziehen. Die Prozession am Palmsonntag eröffnet die heilige Woche und sie sollte uns nachdenklich stimmen, was in den Menschen vorgeht, welche die Palmweihe und die anschließende Prozession erleben. Viele Menschen kommen nur zufällig vorbei, wenn sie mit ihrem Auto ins sonntägliche Vergnügen fahren und wegen der Prozession zu einem kurzen Stopp gezwungen werden. Was sind die Gedanken dieser Menschen? Ist ihnen bewusst, dass der Palmsonntag die Karwoche einleitet, das größte und wichtigste Fest der Christenheit? Und dass auch sie von diesem Geschehen betroffen sind, wenn sie dereinst von den Toten auferweckt und zum ewigen Leben geführt werden? Leider bleiben viele gegenüber dem Ereignis der Karwoche verschlossen und kehren nach einem kurzen Blick auf die Prozession wieder zum Tagesgeschehen zurück.