undefined. undefined NaN · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 19,1-10
In Jericho lebte damals ein Mann namens Zachäus. Er war der oberste Zollpächter dieser Stadt, also ein Steuereintreiber, der auch von diesen Einkünften sein Leben finanzierte. Oft trieb er dabei mehr ein, als er eigentlich sollte. Dadurch war er zu einem reichen Mann geworden, aber auch zu einem gesellschaftlichen Außenseiter. Als nun Jesus eines Tages nach Jericho kam, wollte auch Zachäus diesen Jesus sehen, von dem er schon so viel gehört hatte. So kletterte er, kleinwüchsig wie er war, auf einen Baum, um den Herrn besser sehen zu können. Jesus erwiderte den suchenden Blick des Zachäus mit den Worten: „Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben!“ (Lk 19,5). Zachäus hat sich bemüht, Jesus zu sehen. Aber Jesus wahrhaft zu sehen, wird auch in unseren Tagen immer schwerer. Wer zeigt z.B. unseren Kindern Jesus? Wird er im Religionsunterricht noch gezeigt? Werden jeden Sonntag Messen besucht, um Jesus zu spüren? Was ist mit all den Kreuzen, die in Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten etc. verschwinden? Wohin gelangen diese? In Deutschland stehen bereits hunderte Kirchen leer und sind ohne geistliche Betreuung. In unserer Zeit verhindert auch eine Menschenmenge, dass wir Jesus sehen können. Um ihn zu sehen, bedarf es schon einiger Anstrengung, so wie bei Zachäus, der auf einen Baum klettern musste, um Jesus zu sehen. Welcher ist dein Baum, sodass Jesus wieder für dich sichtbar, hörbar, greifbar wird? Was tust du, um in seiner Nähe zu bleiben?