undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 18,35-43

Evangelium — Lk 18,35-43

Der blinde Bettler Bartimäus ruft laut, als er hört, dass Jesus von Nazaret vorbeikommt. Jesus sieht seinen tiefen Glauben, die Bitte des Blinden berührt sein Herz und so öffnet sich für diesen die Tür zum Heil. Jesus anerkennt den Glauben dieses armen, wehrlosen, verachteten Mannes und belohnt diesen mit seiner Barmherzigkeit. Der Glaube, den wir bei diesem Bartimäus sehen, ist die Hoffnung, gerettet zu werden, er ist ein Protest gegen einen qualvollen Zustand der Ungerechtigkeit, er ist ein Aufschrei in der Not. Unglaube hingegen bedeutet, gegenüber dem Schöpfer stumm zu bleiben, gegen ein Übel nicht mit Gebet anzukämpfen und nicht das Licht zu sehen, das vom Herrn ausgeht. Wer ohne den Glauben an Jesus Christus und ohne den Glauben an Gott lebt, der läuft blind durch die Welt. Er erkennt nicht die Wahrheit, er sieht nicht das Licht, sein Blick ist getrübt, seine Wahrnehmung beeinträchtigt. Wenn nicht der Glaube sein ständiger Begleiter ist, wer ist es dann? Wonach richtet er sein Leben aus, was ist für ihn das höchste, erstrebenswerteste Ziel? Wer sein Leben und sein Glück außerhalb von Gott sucht, wird keine wahre und bleibende Erfüllung finden. Für ihn werden sich unüberwindbare Hindernisse aufschichten und Angst und Leid werden die Folgen sein, denn er sieht keine Zukunft. Darum müssen wir uns Gott zuwenden, ohne ihn vermögen wir nicht viel. Er ist die Quelle und das Ziel allen Lebens. Mit ihm wird das Schwere leicht, das Dunkle wird hell, das Untragbare tragbar, die Freude beständig und das Glück greifbar.