undefined. undefined NaN · Montag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 17,1-6
Wie gelingt das Zusammenleben im Glauben? Jesus sagt uns dazu, dass Wir alle verpflichtet sind zu vergeben, weil uns allen bereits am Kreuz vergeben wurde. Wir müssen uns daher dieser Vergebung durch Jesus Christus öffnen. Tun wir das nicht, können wir sie nicht empfangen. Nicht alle verstehen es, Vergebung zu empfangen. Grundlage dafür ist nämlich der Glaube. Bist du dem Glauben gegenüber verschlossen, bleibt die Vergebung ausgesperrt, sie kann dich nicht erreichen. Der Glaube allein ist der Schlüssel zur Vergebung und zum ewigen Heil. Sperr dich nicht selbst aus! Wie wird unser himmlischer Vater uns behandeln, wenn wir nicht bereit sind, zu vergeben? Im heutigen Gleichnis überlässt der König den Knecht, der nicht bereit war zu vergeben, den Peinigern. Vergeben wir nicht, begeben wir uns somit in die Gewalt von bösen Mächten. Jemandem zu vergeben, fällt uns meist nicht leicht. Die Ursache dafür liegt in einer tiefen Verletzung, Kränkung oder Missachtung der eigenen Person. Vergebung erfordert daher seelische Stärke und es genügt nicht, zu bagatellisieren, vergessen oder zu verdrängen. Vergebung muss mit dem Willen des Herzens konform gehen und man kann sie nicht einem inneren Zwang aussetzen. Vergebung muss wachsen. Darum muss jeder auf seine eigene Weise und im eigenen Tempo den Weg der Vergebung gehen. Nur dann kann Vergebung befreien – demjenigen, dem vergeben wurde und dem, der vergibt.