undefined. undefined NaN · Sonntag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 2,13-22

Evangelium — Joh 2,13-22

Heute erleben wir im Evangelium einen zornigen Jesus, der sich über die Geschäftemacherei im Tempel empört und sagt: „Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle.“ Jesus bezeichnet den Tempel als das Haus des Vaters und er wehrt sich dagegen, das Gotteshaus zu verweltlichen, dem Vater nicht den gebührenden Platz einzuräumen und mit zu wenig Ehrfurcht zu begegnen. An dieser Stelle können wir uns selbst die Fragen stellen: Wie begegnen wir unserem Vater und wo finden wir ihn? Treffen wir ihn ausschließlich in einem Gotteshaus? Finden wir nur dort Zugang zu ihm? Gott wohnt in jedem von uns, in unseren Herzen. Aus diesem Grund dürfen wir unsere Herzen nicht zu einer Markthalle verkommen lassen, auf der rastlosen Suche nach unseren Vorteilen und der Realisierung ausschließlich unserer eigenen Interessen. Wir müssen das Leben zur Ehre Gottes leben, dessen Ebenbild wir sind. Dies beinhaltet anstelle des Profitdenkens den Weg der großherzigen und solidarischen Liebe gegenüber Gott und unseren Nächsten. Reinigen wir unsere Seelen, bevor es zu spät ist. Lassen wir Ruhe in unsere Herzen einziehen, beseitigen wir den Lärm der Markthalle in uns, wenden wir uns davon ab, unser Glück ausschließlich im Geschäft, Profit und Konsumdenken zu finden. Es gibt mehr als die materiellen Werte dieser Welt. Diese Welt ist vergänglich, doch kannst du dir in ihr schon Werte aneignen, welche dir die Pforte zum ewigen Leben öffnen können.