undefined. undefined NaN · Freitag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 16,1-8

Evangelium — Lk 16,1-8

Das heutige Gleichnis hat als Protagonisten einen listigen und unehrlichen Verwalter, der beschuldigt wird, das Vermögen seines Herrn verschleudert zu haben und daher kurz vor der Entlassung steht. In dieser bedrohlichen Situation heckt er einen Plan aus, um sich seine Zukunft zu sichern. Er ruft die Schuldner seines Herrn herbei, ermäßigt ihre Schulden, um sie so zu Freunden für seine ungewisse Zukunft zu gewinnen, d.h.: Durch Korruption macht er sich Freunde. Jesus lobt mit diesem Gleichnis nicht die Unehrlichkeit, sondern die Klugheit: „Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte“. Wie können wir das verstehen? Jesus schenkt uns die Antwort darauf im Vers 9: „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht!“ Vieles kann man mit Reichtum tun, wenn man ihn richtig einsetzt. Denn im Leben produziert nicht derjenige Früchte, der viele Reichtümer hat, sondern der, der durch die verschiedenen „Reichtümer“, das heißt, durch die verschiedenen Talente, die er von Gott erhalten hat, viele Freunde gewinnt, vieles im Guten erreicht und so dazu beiträgt, die Not auf dieser Welt zu lindern. Der ungerechte Mammon, ein Gut des Bösen, soll gegen das Böse eingesetzt werden, er soll einen anderen Sinn erhalten, als wir Menschen zumeist in ihn hineinlegen. Er soll ein Werkzeug der Brüderlichkeit und der Solidarität werden.