undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 15,1-10
Das Gleichnis vom verlorenen Schaf haben wir alle schon einmal gehört. In dieser Erzählung ist das verlorene Schaf dem Hirten ganz wichtig. Er lässt für das eine Schaf neunundneunzig andere zurück. Aber warum ist dem Hirten das eine Schaf so wichtig? Vielleicht gehört er zu den Hirten, die jedes einzelne Schaf kennen. Vielleicht war er sogar bei der Geburt dabei und hat daher eine besondere Beziehung zu seinem Tier. Er weiß auch, getrennt von der Herde wird es nicht überleben. Wilde Tiere werden es reißen. Es steckt in einer ziemlich dramatischen Lebenskrise, aus der es sich nicht selbst befreien kann. Jetzt wissen wir natürlich, dass mit dem verlorenen Schaf wir als Sünder gemeint sind und dass mit dem Hirten Jesus gemeint ist. Aber lässt sich aus dieser Geschichte eine Handlungsanweisung für uns ableiten? Im Sinne von: Um zu Gott zurückzufinden musst du dies oder jenes tun. Eigentlich nicht! Lass dich finden! Du musst nur deine Ohren offen halten für den Ruf Gottes und bereit sein, dich auf ihn einzulassen und dich von ihm aufnehmen zu lassen. Gott sucht dich und findet dich, verlass dich drauf! Auch wenn du momentan scheinbar weit weg von ihm bist. Hab Vertrauen, er wird die entscheidende Wende in deinem Leben herbeiführen, die Wende, die dich erkennend macht und die dir das ewige Leben schenken wird! Der christliche Glaube ist nichts anderes als solches Vertrauen.