undefined. undefined NaN · Montag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 13,10-17
Jesus lehrte in der Synagoge und sah dort eine Frau, die bereits seit achtzehn Jahren krank war, ihr Rücken war verkrümmt und sie konnte nicht mehr aufrecht gehen. Ihre Krankheit drängte sie an den Rand der Gesellschaft, sie litt darunter sicherlich auch seelisch. Ihre Haltung zwang sie, auf die anderen hinaufzublicken und die anderen waren zumeist nicht bereit, mit ihr auf gleicher Augenhöhe zu kommunizieren. In der Regel blickten sie abschätzig auf sie hinab. Doch nicht Jesus. Er rief sie am Sabbat in der Synagoge zu sich, legte ihr die Hand auf und sprach Worte der Heilung. Auch wir bedürfen immer wieder Jesu Worte der Heilung, denn wer schafft es schon, aufrecht oder aufrichtig vor Gott durchs Leben zu gehen? In diesem Sinne sind viele von uns verkrümmt in sich selbst. Wir ziehen uns in uns zusammen und wollen so unser Ego schützen. Warum ist das so? Du kannst nicht vor Gott aufrecht durch das Leben gehen, wenn in dir Eigensinn und Eigenliebe vorherrschen. Du beugst dich unter dein eigenes Gesetz und schaust dabei nicht mehr auf Gott, sondern hinab auf irdische Werte. Lass nicht zu, dass irdische Kräfte versuchen, dich an sie zu binden, blick auf zu deinem Vater, er wird dich immer mit offenen Armen und Herzen empfangen, denn dein Leben und deine Seele sind in seinen Augen kostbar. Ist dein Geist zu sehr verwachsen mit irdischen Kräften, so bete zum Herrn, er kann dich heilen.