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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 13,1-9

Evangelium — Lk 13,1-9

Einige Leute kommen zu Jesus und berichten entsetzt von einer Gruppe von Pilgern, die beim Opfern im Tempel auf Befehl von Pontius Pilatus niedergemetzelt wurden. Im Raum stand die Frage: Wie kann Gott so etwas zulassen? Hatten diese Menschen eine derart große Schuld auf sich geladen, dass Gott sie auf diese Weise bestrafte? Als Antwort darauf erzählt Jesus eine Geschichte. Er erzählt von einem Turm in der Jerusalemer Stadtbefestigung, der bei seinem Einsturz achtzehn unschuldige Menschen unter sich begraben hatte und sagt dazu: „Meint nicht, alle diese Menschen seien schlechter gewesen als ihr. Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt“. Werden wir alle eines gewaltsamen Todes sterben? Jesus antwortet mit dem Gleichnis vom Feigenbaum: Dieser trug seit drei Jahren keine Früchte. Da sagte der Besitzer des Gartens zum Gärtner: Hau ihn um! Aber der Gärtner wollte den Baum noch für ein Jahr pflegen, die umgebende Erde umgraben und den Baum liebevoll düngen. Sollte der Baum dann noch immer keine Früchte tragen, dann sollte es aus sein mit ihm. Diese Geschichte zeigt uns das Bild eines unendlich geduldigen Weingärtners, der nie aufgibt, sondern immer noch Hoffnung hat und der alles tun will, damit dieser Baum, der anscheinend zu nichts taugt, vielleicht doch noch Früchte bringt. Diese Geschichte vermittelt uns, dass Gott nicht ein Gott ist, der richten will, sondern uns retten möchte. So schenkt er uns viel Zeit zur Umkehr. Ergreifen wir diese Chance bevor es zu spät ist, denn wir wissen nicht, wann uns unser Schicksal ereilt.