undefined. undefined NaN · Freitag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 12,1-7
Der Sauerteig lässt Teig aufgehen, doch im heutigen Schriftwort ist von einem Sauerteig die Rede, der statt wachsen zu lassen, alles zerstört. Er lässt zwar auch wachsen, aber nach innen. Es ist dies der Sauerteig der Pharisäer. Sie wollen ihre Selbstsucht bewahren, sie wollen, dass niemand sie in ihren Gepflogenheiten stört und wenn es etwas gibt, dass sie in Schwierigkeiten bringt, dann schauen sie woanders hin. Dieser Sauerteig ist gefährlich, wir müssen uns davor hüten. Jesus duldet nämlich keine Heuchelei und in der Selbstsucht gibt es keine Zukunft. Der gute Sauerteig lässt im Gegensatz zum tödlichen Sauerteig nach außen wachsen. Wer diesen Teig in sich aufgenommen hat, korrigiert sich, wenn er etwas falsch gemacht hat. Fallen solche Menschen auf ihrem Weg, dem rechten Weg, stehen sie wieder auf und bereuen ihr sündiges Verhalten. Solche Menschen sind meist auch freudige Menschen, weil ihnen eine großartige Zukunft verheißen wurde. Und genau so möchte der Herr uns Christen haben: Menschen, die immer vorwärts gehen, mit Schwierigkeiten, mit Leiden, Problemen und Stürzen, aber immer voran in der Hoffnung, das Erbe zu finden, weil sie den Sauerteig haben, der zum ewigen Heil führt. Welcher Art von Teig bestimmt unser Leben? Wohin ist unser Wachstum gerichtet: Nach außen oder nach innen? Sollten wir am falschen Weg sein, müssen wir uns bemühen, rasch umzukehren.