undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 11,47-54
Die Pharisäer und Schriftgelehrten haben gefühlt, dass Jesu Gesinnung nicht die ihrer Gesetzesfrömmigkeit war. Sie beobachteten ihn genau und „erkannten“ in seinem Verhalten vermeintliche Verstöße gegen das Gesetz und kamen rasch zu dem Urteil: Er ist ein Aufrührer und gegen das Gesetz. Doch Jesus kritisierte sie seinerseits mit den Worten: „Ihr habt den Schlüssel zur Erkenntnis weggenommen!“ Anstatt die Menschen zur Erkenntnis zu führen, führten sie diese weg von ihr. Sie nahmen das Gesetz für sich in Besitz und luden den Menschen Lasten auf, die sie selbst nicht bereit waren zu tragen. Nach außen lebten sie zwar gesetzestreu, um öffentlich gesehen zu werden, nach innen lebten sie unter der Sünde, ohne Reue und Erlösungsverlangen. So wurde das Gesetz Gottes umgedreht, dass nach ihm sogar Gottes Sohn sterben musste. Waren diese Pharisäer und Schriftgelehrten schlechte Menschen? Im Grunde genommen waren sie nicht besser als die meisten von uns. Leben wir immer nach dem Gesetz? Wie oft sündigen wir in Gedanken, Worten und Taten? Wie oft kommen wir vom rechten Weg ab und appellieren danach an die Barmherzigkeit Gottes? Sicherlich ist Gott barmherzig, er kann gar nicht anders, doch verlangt Barmherzigkeit nach Selbsterkenntnis, Reue, Buße und die Bereitschaft zur Umkehr. Beschreiten wir diesen Weg, und wenn wir straucheln, dann stehen wir auf und versuchen weiterzugehen, unserem Ziel entgegen.