undefined. undefined NaN · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 11,42-46

Evangelium — Lk 11,42-46

Jesus kritisierte die Schriftgelehrten und die Pharisäer. Sie predigten zwar die Wahrheit, konnten aber die Probleme der Menschen nicht verstehen und ihre Herzen nicht erreichen. Sie lehrten, was sie selbst in der rabbinischen Schule gelernt hatten. Es war die Wahrheit, doch sie sie lehrten fast ausschließlich vom Lehrstuhl aus und nicht ins Leben hinein, da sie meist nur an sich selbst und nicht an den Menschen interessiert waren. Jesus war hingegen den Menschen nahe, die Schriftgelehrten und Pharisäer standen ihnen fern und teilweise auch willentlich über ihnen. Und da sie den Menschen in ihrer Not nicht nahe waren, waren sie auch Gott nicht nahe. Aus diesem Grund hörten ihnen die Menschen zwar zu, aber ihre Gedanken schweiften rasch zu anderen Themen ab, da die übermittelte Lehre nicht aus den Herzen der Prediger kam und daher auch nicht in den Herzen der Zuhörer aufgenommen werden konnte. Im Gegensatz dazu rief die Lehre Jesu Staunen hervor, denn er predigte von Herzen und tat selbst, was er sagte. Seine Lehre ging vollständig in seinem Leben auf. Aus diesem Grund folgten ihm viele. Sie gingen ihm nach, da sie verstanden, was er sagte und bewunderten, wie er an ihnen handelte. Gibt es bei uns immer Kohärenz zwischen der Lehre, die wir aufnehmen, und unserem Leben? Ist es nicht so, dass zwischen dem, das unser Ohr aufnimmt und dem, das wir tun, oft eine weit klaffende Lücke besteht? Der Herr möge uns die Gnade schenken, mit Hilfe seines Geistes, sein Wort wahrhaft zu verstehen und es im Leben umzusetzen.