undefined. undefined NaN · Dienstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 11,37-41

Evangelium — Lk 11,37-41

Jesus verurteilt die Pharisäer. Doch sei die Frage gestattet, ob wir besser sind als diese. Ich kenne viele, die in der Gesinnung dieser Pharisäer handeln: Respekt um jeden Preis – auch unter Missachtung der Menschlichkeit; Kritik kommt nicht in Frage und Ehrenplätze, wo immer es geht. Blickt man in die Seele solcher Menschen, spürt man Einsamkeit, Verlassenheit, Unsicherheit und das Gefühl der Minderwertigkeit. Es sind arme Seelen. Wir sollten für diese Seelen beten. Aber wir sollten uns davor hüten, sie zu verurteilen. Viele von uns sind nach außen hin Christen, haben Taufe und Firmung erhalten, innen ist jedoch bei vielen/manchen nicht viel vom wahren Christsein zu sehen. Ihr Herz ist verschlossen, sie sind Gefangene des Geldes oder der Sucht nach Macht. Menschlichkeit ist für viele ein Fremdwort; aber sie nennen sich Christen. Wahre Christen sind gleichberechtigte Brüder und Schwestern. Bei jenen, die sich zwar Christen nennen, ihr Herz aber vom Christentum abgewendet haben, erblühen das Standesdenken und die Missachtung menschlicher Werte. Darum, um nicht in die Falle der schleichenden Besitzergreifung durch den Widersacher zu geraten, bleib regelmäßig über das Gebet mit dem Herrn verbunden. Und ein kleines, tägliches Kreuzzeichen mit geweihtem Wasser auf die Stirne kann nicht schaden. Hast du geweihtes Wasser zu Hause?