undefined. undefined NaN · Sonntag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 17,11-19
Jeder von uns hat schon Schicksalsschläge erlitten. Niemand bleibt davon ausgeschlossen. In solche Situationen hinein fordert uns Jesus auf: Steh auf und geh weiter! Bleib nicht liegen! Bekämpfe dein Selbstmitleid, ich helfe dir und gemeinsam gehen wir deinen Weg weiter. Verlass dich auf den Herrn, vertraue ihm. In deinem Leben hat es sicherlich schon öfters Situationen gegeben, in welchen du nicht mehr weiterwusstest. Aber trotzdem hast du deinen Weg geschafft, weil der Herr mit dir war. Er lässt dich niemals allein, er hilft dir weiter. Nur: Aufstehen musst du selbst. Wenn es dir gefällt, liegenzubleiben, dann lässt dich der Herr liegenbleiben. Es liegt also einzig an dir, nach einem erlittenen Schicksalsschlag, deine Zukunft in die Hand zu nehmen und zu gestalten. „Steh auf und geh“, ist eine Einladung an jeden von uns, denn ein Christ muss mit erhobenem Haupt aufrecht im Leben stehen. Hingegen ist ein Mensch mit einem verschlossenen Herzen, ein am Boden liegender Mensch. Er liebt das Weltliche, die Nähe zum Materiellen, das Selbstmitleid und scheut sich, zum Licht zu blicken, das uns allen dereinst geschenkt wird. Am Boden liegend kommt er auch nicht weiter im Leben, er kann kaum über die geringsten Hindernisse hinwegblicken und verfängt sich leicht in diesen. Der Herr möge uns daher die Gnade schenken, nicht am Boden zu bleiben, sondern aufzustehen und weiterzugehen – mit der Würde, mit der Gott uns geschaffen hat.