undefined. undefined NaN · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 11,1-4

Evangelium — Lk 11,1-4

Jesus lehrt uns heute das Vaterunser. Es ist das christliche Hauptgebet. Inhaltlich ehren wir darin zuerst Gott als unseren Vater, um dann mit unseren Bitten fortzufahren. Sieben Bitten sind es: Bei den ersten drei geht es um Gott und sein Reich. Bei den anderen geht es um uns und unser Zusammenleben mit unseren Mitmenschen. Über allen Bitten des Vaterunseres steht die Anrede „Unser Vater im Himmel“. Was ist das für ein Vater, unser Vater im Himmel? Er ist ein Vater, der den verlorenen Kindern entgegengeht, wenn sie wieder zurückkommen. Er empfängt sie mit offenen Armen und gibt ein Fest für sie. Er nimmt alle auf, niemanden weist er zurück – wie im Gleichnis vom verlorenen Sohn. Dieses Gleichnis gilt auch für uns, wenn wir eines Tages unsere Reise zu Gott antreten werden. Doch seien wir stets wachsam, denn auch der Böse möchte unser Vater sein. Im Gegensatz zu Gott kann er aber nur zerstören, er kann nicht Leben schaffen. Unser wahrer Vater, und das lesen wir in der Bibel, das ist Gott als unser Versorger, Freund, Ratgeber, Erzieher, Tröster, Beschützer, Vorbild, Lehrer und Helfer. All diese Bezeichnungen für Gott, und noch viele andere mehr, finden wir in der Heiligen Schrift. Der Böse hingegen möchte nicht das Gute für uns. Er führt zu Mutlosigkeit, Trauer und Klage über unser Schicksal, er verursacht Heimweh nach vergangenen Zeiten und zur Infragestellung unseres eigentlichen Vaters: Gott. Gerade aus diesem Grund ist es von Bedeutung, regelmäßig das Vaterunser zu beten. Früher haben es die Menschen dreimal am Tag gebetet. Finden wir wieder zu diesem Brauch zurück: dreimal täglich das Vaterunser mit dem Angelus zu beten. So wird der ganze Tag vom Gebet des Herrn umfangen und mit dem Angelus die Menschenwerdung Christi und Marias Mitwirken dabei betrachtet.