undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 11,5-13
Im Gleichnis Lk 11,5-13 bittet jemand seinen Freund mitten in der Nacht um drei Brote. Sein Freund wird ihm aufgrund seiner Zudringlichkeit sicherlich diese Bitte erfüllen. Der Bittende weiß, dass er einen Freund hat, auf den er sich verlassen kann. Ist Gott für dich auch dein Freund, dem du alle deine misslichen Situationen anvertraust? Und noch etwas fällt auf: Er bittet nicht um etwas für sich, sondern für den unerwarteten Besuch, den er erhalten hat. Wenn du Jesus um etwas bittest, wie oft geht es dabei um eine Leistung für dich selbst und wie oft geht es um eine Bitte für jemand anderen? Wenn du Bitten für jemanden, der sich in einer Notlage befindet, immer wieder vor Gott trägst, investierst du Zeit deiner eigenen Lebensspanne und auch etwas in deine eigene Zukunft. Jede Fürbitte ist ein Dienst am Nächsten. Lass bei solchen Bitten nicht locker und erinnere Jesus an sein Wort: „Bittet und es wird euch gegeben“ (Mt 7,7). Doch Gott gibt uns nicht all dies automatisch, worum wir uns selbst bemühen könnten und müssten. Soweit wir für das zu Erbittende selbst etwas beitragen können, sind wir als Christen gefordert und verpflichtet, selbst etwas zu tun. Wenn wir für einen anderen etwas von Gott erbitten, etwas, was außerhalb unserer Macht liegt, so dürfen und sollen wir, so lehrt es uns Jesus im Vaterunser, nachdrücklich, ausdauernd und aufdringlich bitten.