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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 10,25-37

Evangelium — Lk 10,25-37

Im Abschnitt des heutigen Evangeliums möchte ein Gesetzeslehrer Jesus versuchen und fragt ihn, was er tun müsse, um das ewige Leben zu erben. Jesus antwortet mit einer Gegenfrage: „Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?“ (Lk 10,26). Der Gesetzeslehrer antwortet mit dem wichtigsten Gebet Israels, dem Schma Jisrael: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzer Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst“ (Lk 10,27). Der Gesetzeslehrer kannte das Gesetz, wollte aber von Jesus noch wissen, wer sein Nächster sei. Auf diese Frage erzählt Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter: Ein Mann wurde von Räubern ausgeplündert und niedergeschlagen. Ein Priester und ein Levit kamen an diesem halbtot am Weg liegenden vorbei, halfen aber nicht. Erst ein Samariter, in den Augen der Juden ein Irrgläubiger, erbarmte sich und brachte ihn in eine Herberge, damit er dort gepflegt werden konnte. Jesus stellt damit klar: Wenn du die Liebe nicht hast hilft dir auch die Einhaltung der Gebote nicht zum Heil. Nur die Liebe gibt dem Leben und dem Weg des Glaubens Elan und Fruchtbarkeit. Ohne Liebe sind und bleiben sowohl das Leben als auch der Glaube unfruchtbar. Wir wurden geschaffen, um zu lieben und geliebt zu werden. Gott hat uns geschaffen, um uns an seinem Leben teilhaben zu lassen, um von ihm geliebt zu werden und ihn zu lieben und um mit ihm alle anderen Menschen zu lieben. Das ist Gottes Traum für die Menschheit.