undefined. undefined NaN · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 9,57-62

Evangelium — Lk 9,57-62

Am Weg nach Jerusalem lehrt Jesus seine Jünger die Bedeutung wahrer Nachfolge. In ihrer Konsequenz ist sie eine Enteignung des eigenen Seins, ein Mitsein mit dem Herrn, ein Mitleben, Mittun und Mitgehen. Es ist von seinem Grunde her eine vollkommene Gemeinschaft mit ihm, ein Hören auf ihn und ein Leben in seiner Reichweite. Die wahre Nachfolge besteht somit darin, nicht die eigene Karriere zu vollenden, nicht das eigene Werk zu schaffen, sondern Christus spürbar, erfahrbar und hörbar zu machen. Dazu muss man den schweren Pflug in die Hand nehmen und Raum für die Saat Gottes schaffen. In der profanen gottfernen Welt von heute warten viele Menschen im Stillen darauf, dass es solche Menschen gibt, durch die wieder etwas Licht in der trostlosen Dunkelheit der Welt spürbar wird. Wenn du dich einmal dafür entschieden hast, um für den Herr zu arbeiten, dann blicke nach vorne, wo der Pflug alles Verhärtete und Verkrustete aufbricht, damit du nachfolgend den Samen, das Wort Gottes, auf fruchtbaren Boden streuen kannst. Blickst du zurück, kann es sein, dass deine Ackerfurche alles andere als gerade verläuft, vielleicht läufst du dann sogar im Kreis oder gegen ein Hindernis. Hast du dich für das Reich Gottes entschieden, gibt es nur mehr eine Blickrichtung: auf Jesus Christus. Bist du auf ihn ausgerichtet, wird der Same Gottes richtig gestreut sein und mitten in deinen aufgebrochenen Verkrustungen wird das Wort Gottes prachtvoll gedeihen und eines Tages wirst du eine großartige Ernte einbringen können. Dein Lohn wird groß sein.